Stand: 27.07.2019 09:31 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Seenotretter ziehen Gauck aus dem Saaler Bodden

Bild vergrößern
Joachim Gauck ist bei dem Unfall im Saaler Bodden unverletzt geblieben. (Archivbild)

Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck ist am Freitagnachmittag mit einem Segelkutter im Saaler Bodden gekentert. Die Besatzung des Seenotrettungsboots "Barsch" holte ihn aus dem Wasser, wie das Bundeskriminalamt bestätigte. "Herr Gauck ist unverletzt und wohlauf", sagte eine Sprecherin. Der 79-Jährige soll allein vor Barnstorf bei Wustrow (Landkreis Vorpommern-Rügen) unterwegs gewesen sein. Seine Personenschützer seien währenddessen in der Nähe an Land gewesen.

"Routine-Einsatz" für die DGzRS

Die Pressestelle der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) beschrieb den Einsatz als Routine. Nach Angaben der Retter befand sich Gauck an seinem Boot in der Nähe des Uferschilfgürtels, wo die Wassertiefe etwa 90 Zentimeter beträgt. Boote der Station in Wustrow und auch Einsatzboote der Feuerwehr seien hinausgefahren und hätten den Verunglückten gerettet. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz.

Gauck ist in Wustrow aufgewachsen. Von 2012 bis 2017 hatte er das Amt des Bundespräsidenten inne und war Schirmherr der DGzRS. "Nun konnte sich der Bundespräsident a.D. allerdings am eigenen Leib und unmittelbar von ihrer Einsatzbereitschaft überzeugen", hieß es in einer Mitteilung der Organisation.

Weitere Informationen
NDR Info

Was Sie über die Seenotrettung in Nord- und Ostsee wissen müssen

16.01.2019 17:15 Uhr
NDR Info

Seit mehr als 150 Jahren gibt es die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Was tun die Seenotretter auf Nord- und Ostsee? Wie groß ist ihre Flotte? Wie gefährlich ihre Arbeit? mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 26.07.2019 | 19:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

03:00
Nordmagazin