Stand: 13.02.2020 18:38 Uhr

Seebrücke in Koserow: Sturm verzögert Abriss

Mit einem Mobilkran wird die im Jahr 1993 im Ostseebad Koserow erbaute Seebrücke abgebaut (Luftaufnahme mit einer Drohne). © picture alliance/dpa Foto: Stefan Sauer
An der Küste Usedom - in Koserow - wird derzeit die alte Seebrücke abgerissen. (Archivbild)

In Koserow auf Usedom verzögert sich der Abriss der alten Seebrücke. Grund ist das schlechte Wetter der vergangenen Tage. Noch stehen einige von den alten Pfählen im Wasser. Koserows Bürgermeister Rene König sagte, dass diese gezogen werden könnten, sobald das Wetter besser werde.

Alte Seebrücke war zu niedrig - Schäden bei Stürmen

Die neuen Pfähle sollen bis Ostern gerammt sein. Insgesamt sind es mehr als 70, die die neue Seebrücke tragen werden. Dann folge der Oberbau der Brücke. Ziel ist weiterhin eine Eröffnung Mitte August. Die 261 Meter lange alte Brücke war laut König zu niedrig gebaut worden, sodass die Ostseewellen sie nach und nach weggerissen hätten. So war der Brückenkopf bei einem Sturm im Oktober 2016 schwer beschädigt worden.

Das Hochwasser hat die Seebrücke in Koserow demoliert. © Susann Bruhn Foto: Susann Bruhn
Das Hochwasser 2016 demolierte die Seebrücke. (Archivbild)
Neue Seebrücke wird höher gebaut

Die neue Seebrücke Koserow wird nun höher gebaut, damit die Wellen unter ihr hindurchlaufen. Die Baukosten der Brücke betragen 7,4 Millionen Euro, etwa ein Drittel trägt die Gemeinde. Die restlichen fünf Millionen Euro stammen aus Fördermitteln.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 14.02.2020 | 06:00 Uhr

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