Das Eingangstor zu einem verlassenen Militärgelände auf dem Bug auf Rügen. © NDR Foto: Screenshot

Rügen: 17.000 Unterschriften gegen Mega-Ferienobjekt

Stand: 21.09.2021 14:31 Uhr

Auf der Halbinsel Bug auf Rügen soll eines der größten europäischen Ferienobjekte entstehen. Das stößt auf Widerstand. Um den Bau des sogenannten "Baltic Eco Island Resort" zu verhindern, haben Initiatoren einer Online-Petition seit Juni rund 17.000 Unterschriften gesammelt.

von Birgit Vitense, NDR 1 Radio MV

Vertreter des Vereins Insula Rugia und der Bürgerinitiative "Lebenswertes Rügen" übergangen die Unterschriften nun dem Landrat des Landkreises Vorpommern-Rügen, Stefan Kerth (SPD). Sie wollen damit erreichen, dass die aktuell geltenden Bebauungspläne aus den Jahren 2002 und 2003 außer Kraft gesetzt werden. Die touristische Situation auf der Insel Rügen sei bedenklich und müsse neu bewertet werden, so die Initiatoren.

Gemeinde steht hinter dem Projekt

Landrat Kerth betonte, dass die Planungshoheit auch auf dem Bug Gemeindeangelegenheit sei. Die Gemeinde Dranske hatte sich eindeutig zu dem Großprojekt auf dem ehemaligen Militärgelände bekannt. Laut Bürgermeister Lothar Kuhn (parteilos) ist versprochen worden, dass auch die Gemeindemitglieder die touristischen Anlagen nutzen können. Hinzu komme die Aussicht auf Gewerbesteuereinnahmen und Arbeitsplätze. Die Einwohnerzahl von Dranske ging von 3.700 im Jahr 1989 auf heute rund 1.100 zurück. "Wir rechnen mit 380 festen Arbeitsplätze. Und dann kommen in der Hochsaison vielleicht noch 200 bis 250 dazu", hatte Architekt Tom Krause kürzlich erklärt.

Sind die Investoren abgesprungen? Gemeinde hält sich bedeckt

Zuletzt hieß es, dass neun Familien aus Israel auf rund 225 Hektar Fläche für 680 Millionen Euro ein Ferien-Resort bauen wollen: Mit Erlebnishafen, vier Hotels, fast 300 Ferienhäusern und eigenen Restaurants. Inzwischen kursieren Gerüchte, dass die Investoren abgesprungen seien. Das Planungsbüro und die Gemeinde äußern sich dazu erst nach den Wahlen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 21.09.2021 | 15:00 Uhr

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