Stand: 08.02.2019 10:28 Uhr

Rostock-Laage: Kurzarbeit statt Entlassungen

Bild vergrößern
Den Flughafen Rostock-Laage trifft die Germania Insolvenz besonders hart. (Archivbild)

Der Flughafen Rostock-Laage will mit Kurzarbeit eine drohende Insolvenz abwenden. Nach Angaben einer Airport-Sprecherin sind 120 der 200 Mitarbeiter betroffen. In der kommenden Woche soll in Gesprächen die konkrete Umsetzung geplant werden. Laut einer Flughafen-Sprecherin setzen sich dafür Mitarbeiter der Agentur für Arbeit mit Vertretern des Airports an einen Tisch. Eine Umsetzung sei angestrebt, aber noch nicht beschlossen. Jetzt käme es darauf an, die Details zu klären.

Germania Mitarbeiter auf Rollfeld

Germania-Insolvenz: Sorge um Rostock-Laage

Nordmagazin -

Der Flughafen Rostock-Laage ist von der Insolvenz der Berliner Fluggesellschaft Germania massiv betroffen. Die Chefin des Flughafens arbeitet seit Wochen an einem Notplan.

4,2 bei 5 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Unterschiede bei den einzelnen Abteilungen

Teile des Personals müssten ihre Wochenarbeitszeit von 40 auf 30 Stunden reduzieren, andere nur um fünf Stunden. Diese Regelungen sollen vorerst bis Mai gelten. Es sollen so zunächst alle Jobs auf dem Flughafen erhalten bleiben. Der Verdienstausfall werde durch das Kurzarbeitergeld teilweise ausgeglichen.

Weitere Informationen

Sundair übernimmt Abschiebeflug von Germania

07.02.2019 06:30 Uhr

Von der Germania-Insolvenz wurde auch die Bundespolizei überrascht. Für einen geplanten Abschiebeflug nach Albanien musste sie ein Flugzeug des Stralsunder Unternehmens Sundair chartern. mehr

Fast die Hälfte aller Passagiere betroffen

Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) zeigte sich erleichtert über die Lösung und sagte zu, die Landesunterstützung von einer Million Euro jährlich beizubehalten. Die Kurzarbeit ist notwendig, weil die Fluggesellschaft Germania am Montag Insolvenz angemeldet und ihren Betrieb komplett eingestellt hatte. Dadurch verliert Rostock-Laage die Hälfte seiner Passagiere. Als Grund für die Insolvenz gab die Airline technische Probleme an den Flugzeugen, Preissteigerungen für Treibstoff und die Abwertung des Euro gegenüber dem Dollar an. Insgesamt flog Germania 14 Ferienziele von Rostock-Laage aus angeflogen.

Keine höheren Zuschüsse geplant

Eine Erhöhung der Zuschüsse, gezahlt von den Gesellschaftern und vom Land, sei aktuell kein Thema, hieß es aus dem zuständigen Ministerium. Erst wenn alle Möglichkeiten, neue Partner für das Tourismusgeschäft in Rostock-Laage zu gewinnen, geprüft worden sind, könne die Situation gegebenenfalls neu bewertet werden.

Weitere Informationen
NDR 1 Radio MV

Rostock-Laage: Kurzarbeit für Flughafen-Personal?

06.02.2019 18:00 Uhr
NDR 1 Radio MV

Infrastrukturminister Pegel sieht den Flughafen Rostock-Laage nach der Germania-Insolvenz nicht in akuter Gefahr. Er hält Kurzarbeit für das Flughafenpersonal aber für möglich. mehr

NDR 1 Radio MV

Germania-Insolvenz: Laage massiv betroffen

05.02.2019 12:00 Uhr
NDR 1 Radio MV

Die angeschlagene Fluggesellschaft Germania hat Insolvenz beantragt und stellt mit sofortiger Wirkung ihren Flugbetrieb ein. Der Flughafen Rostock-Laage ist besonders betroffen. mehr

NDR Info

Flugausfälle und Verspätungen - was nun?

14.01.2019 13:00 Uhr
NDR Info

Immer wieder kommt es zu Flugausfällen und Verspätungen für Reisende. Wann darf man sein Ticket stornieren? Was passiert bei einem Streik, was bei einer Insolvenz? Ein Überblick über die Rechte. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 08.02.2019 | 08:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

01:56
Nordmagazin
02:33
Nordmagazin