Stand: 16.08.2019 11:52 Uhr

Rostock: Kran-Gigant im Hafen in Betrieb

Im Überseehafen von Rostock ist am Freitag einer der größten landgebundenen Kräne der Welt in Betrieb genommen worden. Das teilte das Wirtschaftsministerium mit. Der Stahl-Gigant ist bis zu 164 Meter hoch und wiegt massige 5.500 Tonnen. Die Maschine mit der Bezeichnung "TCC 78000" steht auf dem Gelände des Kranherstellers Liebherr-MCCtec. Für das Unternehmen sind in Rostock derzeit mehr als 1.600 Mitarbeiter tätig.

Der größte Kran der Welt wurde am Freitag in Rostock eingeweiht.

Größter Hafenkran der Welt eingeweiht

Nordmagazin -

Der größte Kran der Welt wurde am Freitag in Rostock eingeweiht. Der Schwerlasthebekran von Liebherr gilt als Ingenieursmeisterleistung und kann ungefähr 1.600 Tonnen heben.

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Stahlungetüm bewegt sich auf 30 Meter breiten Gleisen

Der Schwerlastkran hat nach Unternehmensangaben eine Hublast von bis zu 1.600 Tonnen - das entspricht 1.600 ausgewachsenen Elefanten oder 32 großen Flugzeugen vom Typ Airbus 321. Die maximale Hubhöhe beträgt 112 Meter. Das Ungetüm bewegt sich auf 30 Meter breiten Gleisen auf 420 Metern Länge zwischen dem Werksgelände und der angrenzenden Kaikante.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Liebherr will den Kran für das Verladen größerer Kräne auf seinem Werksgelände nutzen. So soll der "TCC 78000" noch in diesem Jahr den größten Offshore-Kran, den Liebherr je gebaut hat, auf ein Spezialschiff verladen. Die Maschine soll aber auch anderen ortsansässigen Unternehmen die Möglichkeit geben, Güter zu verladen und beispielsweise auch bei Umbauten oder Reparaturen von Schiffen und Plattformen zum Einsatz kommen. Rostock-Port-Chef Gernot Tesch zeigte sich erfreut von dem neuen Schwerlastkran. Er eröffne den Kunden des Rostocker Hafens ganz neue Verladedimensionen, so Tesch.

Glawe: Stärkung des Wirtschaftsstandortes

"Der Schwerlastkran ist eine erhebliche Aufwertung für die Infrastruktur im Rostocker Hafen", sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). Dies werde auch der Ansiedlung weiterer Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe zugute kommen, glaubt der Minister. "Das stärkt den Wirtschaftsstandort insgesamt." Nach Ministeriumsangaben hat die Maschine 43,1 Millionen Euro gekostet, von denen 6,3 Millionen vom Land zugeschossen wurden. Seit der Wende seien im Hafen 340 Millionen Euro in Anleger und Ansiedlungsflächen für Firmen investiert worden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 16.08.2019 | 13:00 Uhr

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