Ein Frachtschiff liegt im Rostocker Seehafen. © dpa-Bildfunk Foto: Jens Büttner

Rekordumschlag im Seehafen Rostock

Stand: 14.01.2022 15:12 Uhr

Der Rostocker Seehafen hat das Jahr 2021 mit einem Umschlagrekord abgeschlossen. Nach Angaben der Geschäftsführung gingen insgesamt 28,7 Millionen Tonnen Güter über die Kaikanten.

Das waren 14 Prozent mehr als 2020 und fast 12 Prozent mehr als im Vor-Coronajahr 2019. Erfreuliche Wachstumsraten habe es zudem beim kombinierten Containerverkehr gegeben, der zwischen China und Europa per Bahn und zwischen Kaliningrad und Rostock per Schiff erfolgt. Die europaweiten Transportketten funktionierten auch in Pandemiezeiten, im Gegensatz zu den globalen, hieß es von der Geschäftsführung.

Geschäftsführer: Lohnende Investitionen

Geschäftsführer Jens Scharner zufolge liegt das an der Aufstellung Rostocks als Universalhafen. Es habe sich ausgezahlt, dass in die Schienenanbindung des Rostocker Überseehafens investiert wurde. Im sogennanten kombinierten Ladeverkehr - also Lkw-Trailer in Skandinavien auf's Schiff und dann von Rostock aus per Eisenbahn nach Bologna, Bratislava oder Luxemburg - gab es im vergangenen Jahr wöchentlich 42 Kombiverkehrsszüge - ein Zuwachs von einem Drittel gegenüber 2020.

Kreuzfahrtschifffahrt läuft wieder an

Ein Plus im Vergleich zu 2020 gab es auch auf den Fährlinien von und nach Nordeuropa. Und die Kreuzfahrtschifffahrt konnte mit 47 Anläufen und rund 100.000 Passagieren ebenfalls wieder Fahrt aufnehmen. "Der Rostocker Hafen hat den Corona-Stresstest mit Bravour bestanden", so Scharner. Im Hafen arbeiten den Angaben zufolge rund 6.000 Menschen, etwa 20.000 Arbeitsplätze sind vom Hafen abhängig.

VIDEO: Rostock Port - Ein Tag im Hafen (59 Min)

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Der Tag | 14.01.2022 | 16:10 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Landesinnenminister Mecklenburg-Vorpommerns, Christian Pegel (SPD)  Foto: Screenshoot

Rechtsextremisten und Reichsbürger nutzen Corona-Demos

Wutbürger trifft Reichsbürger: Verfassungsschutz hat auch Extremisten im Blick, die sich durch die Corona-Proteste ermutigt fühlen. mehr