Stand: 09.09.2020 04:57 Uhr

Profisport in MV wieder vor Publikum möglich

Zuschauer im Ostseestadion von Hansa Rostock © picture alliance/Fotostand
Zuschauer dürfen künftig bei Sportveranstaltungen wieder in die Stadien. (Archivbild)

In Mecklenburg-Vorpommern öffnen sich die Tore von Stadien und Sporthallen zum Start der neuen Saison wieder für Zuschauer. Das gab Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag in Schwerin bekannt. Auf Grundlage von Hygienekonzepten der Vereine im Fußball-, Basketball- und Volleyballbereich sei es möglich, Sportveranstaltungen wieder vor mehr als 1.000 Zuschauern durchzuführen. Möglich sei dies durch weiterhin vergleichsweise niedrige Corona-Infektionszahlen in Mecklenburg-Vorpommern.

VIDEO: Pokalspiel von FC Hansa mit Zuschauern (6 Min)

Hansa-Heimspiele mit 7.500 Zuschauern möglich

Das Spiel des FC Hansa Rostock im DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart am 13. September und danach auch die Drittliga-Heimspiele dürfen vor 7.500 Zuschauern stattfinden. Begegnungen der Basketballer der Rostock Seawolves sowie der Handballer des HC Empors in der Stadthalle Rostock dürfen von 1.500 Fans besucht werden. Da die meisten Spiele des HC Empors in der Ospa-Arena und in der Sporthalle Marienehe ausgetragen werden, gilt hier eine maximale Besucherzahl von 500. Bei den Hallensportarten ist das Tragen eines Mund-Nasenschutzes während des Spiels nicht mehr verpflichtend, allerdings sind die Abstände einzuhalten. Bei Spielen der Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin können 1.250 Zuschauer in die Arena, hier gilt die Maskenpflicht jedoch weiterhin. Noch nicht geklärt ist die genaue Zuteilung der Eintrittskarten.

Profi-Clubs zufrieden: Rückkehr zu ein wenig Normalität

Der Vorstandsvorsitzende des FC Hansa Rostock, Robert Marien, sagte, sein Club werde mit dem Vertrauen, dass ihm gegeben wurde, pflichtbewusst und gewissenhaft umgehen. SSC-Geschäftsführer Christian Hüneburg dankte der Politik dafür, dass sie auf die Sorgen und Bedürfnisse der Vereine und Fans reagiert habe. Von einem großen Zeichen für den Sport sprach der Clubchef der Rostock Seawolves, André Jürgens. Dass seine Basketballer in der Stadthalle vor bis zu 1.500 Fans in die neue Saison starten dürfen, ermögliche die Rückkehr zu ein wenig Normalität.

Drese: Personalisierte Tickets und Alkoholverbot

Nach Einschätzung von Sportministerin Stefanie Drese (SPD) haben die Vereine schlüssige Hygienekonzepte vorgelegt. Sie appellierte an die Zuschauer, sich an die Vorgaben zu halten, damit weiterhin Sportveranstaltungen stattfinden können. Dazu gehören sechs Hauptvorgaben für Gäste in Stadien und Sporthallen. Laut Drese solle es ausschließlich personalisierte Tickets geben, außerdem müsse trotz begrenzter Zuschauermenge für Mindestabstände gesorgt werden. Demnach müssen die Vereine die Spielstätten in Sektoren einteilen, um zu verhindern, dass sich alle Fans begegnen. Außerdem wird es keine Stehplätze geben, alle Zuschauer müssen Sitzplätze einnehmen. Des Weiteren herrsche für alle Sportveranstaltungen ein absolutes Alkoholverbot.

Amateursport-Vereine dürfen laut Drese weiterhin vor bis zu 400 Zuschauern in Innnenräumen sowie bis zu 1.000 Gästen in Außenanlagen spielen - allerdings nur mit einem Hygienekonzept.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 08.09.2020 | 13:00 Uhr

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