Stand: 13.02.2018 14:49 Uhr

Bahn hat Probleme mit neuem Doppelstockzug

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In der Firmen-Grafik sieht alles gut aus. Auf der Strecke zwischen Rostock und Berlin sorgen die neuen Züge öfters für Probleme.

Die neuen Doppelstockzüge auf der Strecke Berlin-Rostock bereiten der Deutschen Bahn AG große Probleme. Es kommt immer wieder zu Verspätungen und Zugausfällen. Wie NDR 1 Radio MV berichtete, verursacht ein Fehler in der Bordelektronik der "Twindexx"-Züge die Probleme. Wegen der Schwierigkeiten mit den neuen Doppelstockzügen der Firma Bombardier habe die Deutsche Bahn jetzt ursprünglich zur Stilllegung vorgesehene alte Waggons und Loks wieder reaktiviert, so Unternehmenssprecher Burkhard Ahlert zu NDR 1 Radio MV.

Hersteller soll schnellstmöglich nachbessern

Mal funktioniert die Heizung nicht, ein anderes Mal zeigt der Bordcomputer an, dass die Türen nicht geschlossen sind, obwohl das Gegenteil der Fall ist. Die Bordelektronik der Bombardier-Züge solle nun von der Herstellerfirma nachgerüstet werden, hieß es von der Bahn. Die Bahn sieht den Hersteller Bombardier in der Pflicht, die Probleme im Rahmen der Garantie zu beheben.

Twindexx-Züge in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein hat das Thema schon die Landespolitik erreicht, denn auf der Strecke zwischen Kiel und Hamburg sind etliche der "Twindexx"-Züge stehen geblieben. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) drohte der Bahn zuletzt mit Sanktionen. Das Verkehrsministerium in Mecklenburg-Vorpommern äußerte sich bisher nicht zu den Vorfällen.

Bombardier verspricht schnelle Abhilfe

Ein Sprecher von Bombardier bedauerte die Unannehmlichkeiten, die der Deutschen Bahn und den Fahrgästen entstanden seien. Trotz intensiver Testfahrten mit den neuen Zügen ließen sich technische Störungen in den ersten Monaten nach der Betriebsaufnahme nicht zu 100 Prozent ausschließen. Man arbeite mit Hochdruck daran, dass die Züge schnellstmöglich ohne Einschränkungen für den Einsatz zur Verfügung stünden, so der Sprecher.

Züge mit drei Jahren Verspätung geliefert

Bombardier hatte mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 die neuen zehn Millionen Euro teuren Doppelstockzüge mit drei Jahren Verspätung an die Deutsche Bahn AG ausgeliefert. Auf der Strecke Berlin Rostock fahren zwei dieser Züge. Jeder hat rund zehn Millionen Euro gekostet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 13.02.2018 | 13:00 Uhr

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