Die Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag, Simone Oldenburg, liest im Plenarsaal in ihren Unterlagen.

Oldenburg soll Spitzenkandidatin der Linken werden

Stand: 28.01.2021 11:04 Uhr

Simone Oldenburg bestimmt seit Jahren das Bild der Linkspartei in Mecklenburg-Vorpommern. Die Vorsitzende der Landtagsfraktion soll jetzt auch Nummer 1 für die Landtagswahl im September werden.

von Stefan Ludmann, NDR 1 Radio MV

Die Fraktionschefin der Linken, Simone Oldenburg, soll ihre Partei als Spitzenkandidatin in den Landtagswahlkampf führen. Das sieht der Personalvorschlag des Landesausschusses vor. Dem Parteigremium gehören 30 Mitglieder aus allen Kreisverbänden an. Die Liste liegt dem NDR vor. Oldenburgs Spitzenkandidatur ist wenig überraschend. Die 51-jährige Bildungsexpertin und ausgebildete Lehrerin steht seit mehr als vier Jahren an der Spitze der Landtagsfraktion. Oldenburg bestimmt maßgeblich das Bild der Partei.

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Parteitag Mitte März soll Vorschlag bestätigen

Auf Platz 2 der Liste folgt der Landesvorsitzende Torsten Koplin. Der Sozial- und Gesundheitsexperte ist seit 1998 Mitglied im Landtag. Vier der elf Landtagsabgeordneten treten nicht mehr an, darunter der langjährige Innenexperte Peter Ritter. Die Co-Landesvorsitzende Wenke Brüdgam verzichtet auf eine Listen-Kandidatur. Auf den ersten zehn Listenplätzen finden sich vier Neulinge, dazu gehört der Leiter des Demokratie-Zentrums Westmecklenburg, Daniel Trepsdorf. Mitte März soll ein Parteitag über den Listenvorschlag abstimmen.

Der Listenvorschlag:

  • Simone Oldenburg
  • Torsten Koplin
  • Jeannine Rösler
  • Henning Foerster
  • Jacqueline Bernhardt
  • Patrick Jahn
  • Eva-Maria Kröger
  • Michael Noetzel
  • Elke-Annette Schmidt
  • Daniel Trepsdorf
  • Steffi Pulz-Debler
  • Dirk Bruhn
  • Karen Larisch
  • Björn Griese
  • Simone Dehn
  • Tobias Hecht
  • Christa Labouvie
  • Daniel Seiffert
  • Olga Fot
  • Seyhmus Atay-Lichtermann

Mit sozialen Themen in den Wahlkampf

Oldenburg sagte, sie freue sich über die Nominierung. Es gehe darum, das Land aus dem Lohnkeller zu bringen. "Der Sparwahn in allen Bereichen der Daseinsvorsorge gehört in die Mottenkiste, das Land muss runter vom Abstellgleis", so Oldenburg. Wohnen dürfe kein Luxus werden. Mecklenburg-Vorpommern müsse allen Kindern die Bildung ermöglichen, "die sie brauchen". Oldenburg steht für einen pragmatischen Kurs in der Partei, der eine Regierungsbeteiligung nicht ausschließt. Nach neuesten Umfragen wäre nach der Wahl auch ein rot-rot-grünes Bündnis in Schwerin möglich. Bei der Wahl vor fünf Jahren kam die Linke auf gut 13 Prozent, sie ist seit 15 Jahren Oppositionspartei.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 28.01.2021 | 07:00 Uhr

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