Stand: 12.08.2018 15:50 Uhr

Neuer Projektpartner für Swinetunnel?

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Usedom und Wollin sind bislang nur durch Fähren verbunden, ab 2022 sollen Autos durch einen Tunnel rollen. (Grafik der Streckenführung)

Swinemünde im polnischen Teil der Insel Usedom hofft wieder auf den Bau des Swinetunnels. Nach der Absage einer italienischen Firma will nun offenbar ein Unternehmen aus Österreich das Projekt übernehmen. Wie Swinemündes Stadtpräsident Janusz Zmurkiewicz auf seiner Facebookseite mitteilte, will das Konsortium mit Standorten in Polen und der Türkei die dafür erforderlichen Unterlagen vorlegen.

Nägel mit Köpfen?

Die Vertragsunterzeichunung sei für Ende August, Anfang September geplant - jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht, heißt es in dem Eintrag. Eine italienische Firma hatte sich Anfang August aufgrund gestiegener Kosten und fehlender polnischer Arbeitskräfte aus dem Projekt zurückgezogen. Der Swinetunnel soll 1.760 Meter lang werden und Usedom ab 2022 mit Wollin verbinden. In Mecklenburg-Vorpommern wird der Tunnel mit Skepsis betrachtet. Laut eines Gutachtens wird der Verkehr auf der Insel, auch auf der Deutschen Seite, massiv zunehmen.

EU fördert das Tunnelprojekt

Im vergangenen Jahr hatten Vertreter der Stadt Swinemünde (Świnoujście) und der polnischen Regierung die Finanzierung des geplanten Swinetunnels besiegelt. Die EU hatte bereits eine Förderung des rund 225 Millionen Euro teuren Projekts zugesagt. 15 Prozent der Baukosten übernimmt die Stadt Swinemünde, denn die 41.000-Einwohner-Stadt direkt an der Grenze zu Deutschland floriert und investiert kräftig in ihre Infrastruktur: Ein Flüssiggas-Terminal wurde kürzlich in Betrieb genommen, im Kurviertel entstehen moderne Hotels und der Übersee-Hafen soll vergrößert werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 12.08.2018 | 15:00 Uhr

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