In einem Klassenzimmer ist ein Fenster während des Unterrichts weit geöffnet. © picture alliance Foto: Uli Deck

MV: Schulstart soll wieder mehr Normalität bringen

Stand: 21.02.2021 18:46 Uhr

Für die rund 153.000 Schülerinnen und Schüler an den allgemeinbildenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern beginnt an diesem Montag das zweite Halbjahr.

Zwar soll der Schulstart wieder etwas mehr Normalität zurück in die Schulen und in den Alltag der Familien bringen, für die meisten Schülerinnen und Schüler heißt es aber vorerst dennoch weiter Homeschooling. Nur die Abschlussklassen werden vom ersten Tag an in der Schule unterrichtet. In den Kreisen Vorpommern-Rügen und Rostock sowie in der Hansestadt Rostock dürfen sich die Klassen 1 bis 6 darauf vorbereiten, dass sie von Mittwoch an wieder in die Schule können. Weil die Sieben-Tage-Inzidenz dort unter 50 liegt, gilt dann wieder die Präsenzpflicht.

Je nach Inzidenz: Präsenzunterricht oder Homeschooling

In Vorpommern-Greifswald gibt es dagegen erst einmal keine Änderung - bei einer Inzidenz von über 150 bleibt es für alle bei Homeschooling oder Notbetreuung. In Regionen, in denen die Inzidenzen zwischen 50 und 150 liegen, wird es komplizierter . Da bleibt die Entscheidung bei den Eltern. In Schwerin, Nordwestmecklenburg, Ludwigslust-Parchim und der Mecklenburgischen Seenplatte ist die Präsenzpflicht für Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6 zwar weiter aufgehoben, sie können aber von Mittwoch an zum Unterricht in die Schule gehen. Kinder, die zu Hause bleiben, bekommen jedoch nur "Aufgabenpakete" und keinen sogenannten Distanzunterricht, heißt es aus dem Bildungsministerium. Umgekehrt wird Kindern, die nicht zu Hause betreut werden, Präsenzunterricht auch in der Schule geboten. Jetzt allerdings verzichtet das Bildungsministerium auf den Appell an die Eltern, die Kinder zu Hause zu betreuen. Kinder, die in die Schule gehen, brauchen ein unterschriebenes Formular zur Gesundheitsbestätigung. Es soll bescheinigen, dass sie nicht in einem Corona-Risikogebiet waren und dass sie keine Symptome einer Covid-19-Erkrankung zeigen.

Maskenpflicht auch im Unterricht

Während des Unterrichts sowie auf dem gesamten Schulgelände müssen die Kinder eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Auf NDR Anfrage erklärte das Bildungsministerium, es würde medizinische Masken (OP oder FFP-2) dringend empfehlen. Demnach reichen auch selbst genähte Masken. Kinder, die ihre Maske vergessen haben, bekommen ersatzweise welche von der Schule. Dafür wurden den Schulen in den vergangenen Tagen laut Bildungsministerium FFP-2-ähnliche Masken geliefert.

Umstellung auf Präsenz: Zwei Tage Übergang

Seit dem 16. Dezember 2020 war die Präsenzpflicht wegen der steigenden Corona-Infektionen aufgehoben, Schülerinnen und Schüler sollten, wenn möglich, von zu Hause aus lernen. Um den Unterricht von Online wieder auf Präsenz umzustellen, räumte das Bildungsministerium den Schulen zwei Tage Vorbereitungszeit ein. Daher gelten die neuen Regelungen erst ab Mittwoch - bis dahin bleiben alle Schülerinnen und Schüler weiter im Homeschooling - mit Ausnahme der Abschlussklassen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 19.02.2021 | 07:00 Uhr

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