Visualisierung einer Aussichtsplattform am Königsstuhl auf Rügen © Nationalpark-Zentrum Königsstuhl

Königsstuhl auf Rügen: Neue Aussichtsplattform kommt

Stand: 02.01.2021 09:56 Uhr

Der Königsstuhl auf Rügen wird voraussichtlich Mitte des Jahres endgültig gesperrt. Der Zugang zum Felsplateau wird immer schmaler, Sassnitz plant daher den Bau einer neuen Aussichtsplattform.

Zur Zeit ist fast nichts los - das Plateau auf dem Felsen, das für viele Urlauber zum Rügen-Pflichtprogramm gehört, ist menschenleer. Im Herbst, als es noch möglich war, haben sich dort noch einige Hochzeitspaare das Ja-Wort gegeben und die Aussicht als Kulisse für spektakuläre Fotos genutzt. Die sollten sie sich gut aufheben. Denn der neue Königsweg kommt - und damit wird auch die alte Plattform auf dem Felsen geschlossen. Der Bürgermeister von Sassnitz, Frank Kracht (parteilos): "Wir werden selbstverständlich versuchen, uns mit den Bauarbeiten vor Ort so einzugrenzen, dass Menschen den Königsstuhl so lange wie möglich besuchen können."

Sassnitzs Bürgermeister rechnet mit Baustart im Frühjahr

Im Frühjahr soll der Bau beginnen, das Nationalparkzentrum Königsstuhl rechnet spätestens im Juni mit der endgültigen Sperrung. Während der Bauzeit können die Besucher in einem kleinen Informationszentrum neben der Baustelle per Videobrille erste Eindrücke von der neuen Aussichtsplattform bekommen. Auch spezielle Führungen sind geplant, so der Geschäftsführer des Nationalparkzentrums Königsstuhl, Mark Ehlers. Frank Kracht ergänzt: "Es ist sehr wichtig, dass die Bauphase von den Menschen miterlebt werden kann. Deswegen werden wir eine Live-Cam dort installieren, damit sie den Baufortschritt jederzeit beobachten können."

Neubau nach Ansicht der Stadt dringend nötig

Der gut siebeneinhalb Millionen Euro teure Rundweg, der wie eine Hängebrücke über dem Königsstuhl schwebt, wird nach Jahren der Planung und heftiger Diskussionen in der Stadt Realität. 2022 soll der neue Königsweg fertig sein. Die Stadt Sassnitz und das Nationalparkzentrum rechnen mit rund einem Jahr Bauzeit.

Weitere Informationen
Spaziergänger am Strand unterhalb des Königsstuhls. © NDR Foto: Matthias Klemme

Erneuter Rettungseinsatz an Rügener Steilküste

An Rügens Steilküste haben zwei Urlauber aus Thüringen versucht, die Felswand am Königsstuhl hochzuklettern und mussten gerettet werden. Erst vor Tagen gab es einen ähnlichen Einsatz. mehr

Kreidefelsen auf der Insel Rügen © imago/Schöning

Auf dem Hochuferweg an Rügens Steilküste wandern

Rügens weiße Kreideküste gehört zu den bekanntesten Naturlandschaften Deutschlands. Ein Wanderweg führt auf dem Hochufer entlang und bietet spektakuläre Ausblicke. mehr

Blick von unten auf die Kreidefelsen, vor blauem Himmel. © NDR Foto: Peter Heydemann aus Sassnitz

Natürliche Kräfte an der Rügener Steilküste

Meeresbrandung, Niederschläge, Temperaturwechsel und tektonische Kräfte: Seit ihrer Entstehung sind die Kreideklippen vielen natürlichen Kräften ausgesetzt. mehr

Königsstuhl auf Rügen © NDR Foto: Norbert Brandt aus Neubrandenburg

Königsstuhl: Machbarkeitsstudie zu neuer Treppe

Seit 2016 ist die Steilküsten-Treppe am Königsstuhl auf Rügen gesperrt. Der Landkreis lässt nun durch Geologen prüfen, ob ein dauerhafter Abstieg realisierbar ist. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 02.01.2021 | 07:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Eine Mutter klingelt mit zwei Kindern an einer Tür. © picture alliance/dpa Foto: Uwe Zucchi

MV: Notbetreuung in Schulen und Kitas bei 150er-Inzidenz

Am Donnerstag wird entschieden, ob die Kitas und Schulen in den Kreisen Ludwigslust-Parchim und Vorpommern-Greifswald tatsächlich nur noch Notbetreuung anbieten. mehr

7-Tage-Inzidenzkarte vom 20. Januar

Corona in MV: 294 Neuinfektionen, 13 weitere Todesfälle

Die meisten Neuinfektionen wurden im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte registriert. mehr

Eine Reihe von Tischen und Stühlen, die mit Absperrband abgesperrt sind. © dpa Bildfunk

Corona-Beschlüsse: Wirtschaft in MV reagiert gemischt

Die Wirtschaft lobt, dass es keinen harten Lockdown geben werde, der Arbeitgeberverband lehnt eine Home-Office-Pflicht ab. mehr

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig vor Mikrophonen. © Staatskanzlei bei facebook Foto: screenshot

Corona-Lockdown bis 14. Februar verlängert

Medizinische Masken müssen in Geschäften, Bussen und Bahnen getragen werden. In den Schulen und Kitas weiterer Landkreise wird die Notbetreuung eingeführt. mehr