Stand: 11.08.2020 16:49 Uhr

Initiative für mehr Nachwuchsrichter in MV

Katy Hoffmeister © dpa - Bildfunk Foto: Bernd Wüstneck
Laut Justizministerin Hoffmeister soll die höhere Attraktivität für Richter und Staatsanwälte, in MV zu arbeiten, auch durch bessere Bezahlung erreicht werden. (Archivbild)

Mecklenburg-Vorpommerns Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) will verstärkt gegen den drohenden Personalmangel an den Gerichten und Staatsanwaltschaften vorgehen. Die CDU-Politikerin hat im Kabinett eine Initiative vorgestellt, mit der Nachwuchsrichter für den Landesdienst begeistert werden sollen. Rund 650 Staatsanwälte und Richter arbeiten im Land - laut Hoffmeister gehen ab 2026 jedes Jahr mehr als 40 in den Ruhestand. Dem Land steht eine Pensionierungswelle bevor.

Neue Besoldungsordnung in Arbeit

Hoffmeister will gegensteuern. Es soll bundesweit um Anwärter geworben und über Anstellungen schneller entschieden werden. Den Bewerbern würden individuelle Angebote gemacht, auch bei den Einsatzorten sollen Wünsche stärker berücksichtigt werden. Ziel sei eine größere Attraktivität, so Hoffmeister. Dazu zähle auch eine bessere Bezahlung. "Wir sind da dran", sagte die Ministerin mit Blick auf eine neue Besoldungsordnung.

Gerichte sollen bürgerfreundlicher werden

An der 2017 abgeschlossenen Gerichtsstrukturreform mit der Schließung von mehreren Amtsgerichten soll derweil nicht gerüttelt werden. Das ist das Ergebnis einer Prüfkommission. Die Prüfer machten jedoch zahlreiche Verbesserungsvorschläge für die bestehenden Gerichte. Diese sollen bürgerfreundlicher werden, beispielsweise sollen Erbschaftssachen an mehr Standorten angeboten werden als bisher und es soll mehr Online-Service geben.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.08.2020 | 15:00 Uhr

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