Stand: 05.08.2018 11:00 Uhr

Feuerwehrverband zieht Bilanz der Hitzeperiode

Angesichts der seit Wochen anhaltenden Hitze hat der Landesfeuerwehrverband von Mecklenburg-Vorpommern eine erste Schadensbilanz gezogen. Die Flammen zerstörten bisher rund 13 Millionen Quadratmeter Acker-, Feld-, Wald- und Ödlandflächen. Betroffen waren alle Landkreise.

Feuerwehren im Dauereinsatz

Mehr als 80 Prozent aller Feuerwehren waren im Einsatz. Der größte Brand war bislang bei Groß Laasch im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Dabei waren die Flammen vor knapp einem Monat auf ein munitionsverseuchtes Waldstück übergegriffen. Die Löscharbeiten dauerten insgesesamt vier Tage.

Erntebrände verursachen Millionenschaden

Die Erntebrände haben nach Informationen von NDR 1 Radio MV im Juli einen Schaden von mindestens 3,6 Millionen Euro verursacht. Mindestens 500.000 Euro Schaden meldet die Polizei direkt auf den Äckern im Land, hinzu kommen geschätzte 2,5 Millionen Euro Schäden durch abgebrannte Mähdrescher, Strohballenpressen, Anhänger oder Traktoren.

Lob für Feuerwehrleute

Landesbrandmeister Hannes Möller lobte das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrleute. Die Frauen und Männer seien teilweise mehrmals täglich ausgerückt - bei Temperaturen von über 30 Grad in schwerer Einsatzbekleidung. Der Landesbauernverband kündigte an, den Feuerwehrleuten auf der Agrarmesse MeLa im September öffentlich Danke zu sagen.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es sechs Berufsfeuerwehren, dazu über 930 Freiwillige und fast 650 Jugend-Feuerwehren. Dem Dachverband aller öffentlichen Feuerwehren in Meckenburg-Vorpommern gehören mehr als 30.000 Mitglieder an.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 05.08.2018 | 11:00 Uhr

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