Stand: 15.10.2019 06:11 Uhr

Eurofighter-Unglück: Bundeswehr weist Vorwürfe zurück

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Im Sommer stürzten an der Seenplatte zwei Eurofighter-Jets ab. Um die Schdenersatzzahlungen gibt es Irritationen. (Archivbild)

Die Bundeswehr hat Vorwürfe zurückgewiesen, sie verzögere Schadensersatz-Zahlungen im Zuge des Absturzes zweier Eurofighter über der Mecklenburgischen Seenplatte im Sommer. Ein Sprecher der Luftwaffe erklärte gegenüber NDR 1 Radio MV, dass viele Betroffene noch keine Entschädigungsanträge gestellt hätten.

Bundeswehr: Feuerwehr meldete Schaden gar nicht

Vor allem um den bisher unbezahlten Schaden der Freiwilligen Feuerwehr Nossentiner Hütte hatte es Irritationen gegeben. Die Wehr musste für 250.000 Euro neue Ausrüstung beschaffen. Die alte war durch möglicherweise Krebs erregende Karbonfasern der Flugzeuge verunreinigt. Nun zeigt sich: Das Problem der nicht bezahlten Rechnung ist offenbar hausgemacht. Der Schaden wurde der Bundeswehr überhaupt nicht gemeldet.

Ein Feuerwehrauto fährt durch ein Feld

Unmut über Zahlungen nach Eurofighter-Unglück

Nordmagazin -

Der Absturz zweier Kampfjets in der Nossenthiner Heide hat Schäden von rund 400.000 Euro angerichtet. Die Bundeswehr versprach Entschädigungszahlungen, doch die Anträge wurden offenbar nicht gestellt.

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Amt Malchow: Rechnungen erst kürzlich verschickt

Erst am vergangenen Freitag hat das zuständige Amt Malchow die Rechnungen an den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte geschickt, der sie nach eingehender Prüfung an die Bundeswehr weiterleiten werde, wie es hieß.

Im Sommer: Eurofighter über Dörfern kollidiert

Ende Juni waren über den Dörfern Nossentiner Hütte und dem Silzer Ortsteil Nossentin zwei Eurofighter kollidiert und abgestürzt. Die Wracks stürzten nur wenige Hundert Meter neben den Dörfern auf Felder und in Wälder. Ein Pilot starb, ein zweiter konnte sich retten. Am Boden wurde niemand verletzt. Die Ursache für das Unglück wird noch untersucht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 14.10.2019 | 05:30 Uhr

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