Stand: 27.02.2020 09:45 Uhr

EuroImmun produziert Corona-Test in Dassow

Eine Krankenschwester betrachtet in Schutzkleidung und mit einer Atemmaske zwei Abstrichröhrchen. © dpa-Bildfunk Foto: Bernd Thissen
Mit dem Test aus Dassow kann herausgefunden werden, wann welche Antikörper auftreten. (Themenbild)

Der Medizintechnikhersteller EuroImmun in Dassow (Landkreis Nordwestmecklenburg) produziert einen Coronavirus-Test. Damit können nach Firmenangaben Antikörper gegen das neue Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen werden. Der Test wird bisher allerdings vor allem für Forschungszwecke eingesetzt.

Antikörper-Nachweis für Labore

Der Antikörper-Nachweis sei vor allem für die Arbeit in Laboren gedacht und kein Schnelltest, um das Virus direkt nachzuweisen, erklärte eine EuroImmun-Sprecherin im Gespräch mit NDR 1 Radio MV. Mit dem neuen Test könne sehr genau herausgefunden werden, wann welche Antikörper gegen das Virus auftreten. Entwickelt wird der Test am Firmenstandort in Lübeck, produziert in Dassow.

Fragen und Antworten
Eine Laborantin sitzt an einem Mikroskop in einem abgedunkelten Labor © Colourbox

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Erfahrung mit Viren-Nachweisen

Die Experten von EuroImmun hätten bereits für andere Viren solche Nachweise entwickelt und könnten auf diese Erfahrungen nun zurückgreifen. EuroImmun arbeitet seit Anfang Januar an der Entwicklung. Der Test könne auch in Krankenhäusern für Menschen eingesetzt werden, dafür braucht er aber noch eine spezielle Prüfung. Daran würde mit Hochdruck gearbeitet, so die Firmensprecherin. Zudem arbeite EuroImmun auch an einem Direktnachweis des Virus.

Gesundheitsminister Glawe: MV ist vorbereitet

In Mecklenburg-Vorpommern laufen unterdessen die Vorbereitungen für ein Auftreten des Coronavirus. "Man muss davon ausgehen, dass auch Mecklenburg-Vorpommern wohl nicht verschont bleiben wird", sagte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Mittwochnachmittag NDR 1 Radio MV. Zwar gebe es derzeit noch keinen Fall im Nordosten, ungeachtet dessen sei das Land gut vorbereitet. "Von daher sind wir optimistisch, dass wir dann auch jedem helfen können." Es gebe im Nordosten 20 Kliniken mit Schleusen und Einzelzimmern, so Glawe weiter. Die Gesundheitsbehörden stünden zudem im ständigen Austausch und seien gut vorbereitet, falls Erkrankungen mit dem neuartigen Virus auftreten.  

 

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Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) im Interview.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 27.02.2020 | 09:00 Uhr

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