Stand: 01.04.2020 06:03 Uhr

Corona: Keine Quarantäne für Erstaufnahmeeinrichtung

Bewachte Einfahrt der ehemaligen Blücher-Kaserne in Schwerin © dpa - Bildfunk Foto: Bernd Wüstneck
Aus Sicht des Schweriner Gesundheitsamtes ist es nicht erforderlich, die gesamte Erstaufnahmestelle Stern Buchholz unter Quarantäne zu stellen. (Archivbild)

Die Asylbewerber-Erstaufnahmeeinrichtung Stern Buchholz in Schwerin soll trotz einer Häufung von Coronavirus-Infektionen bei Bewohnern und Mitarbeitern nicht unter Quarantäne gestellt werden. Der seit dem 13. März geltende Aufnahme- und Verteilungsstopp für Flüchtlinge bleibe aber bestehen, teilte das Innenministerium am Dienstag mit. In der Einrichtung waren laut Ministerium seit dem Wochenende fünf Mitarbeiter der Malteser Werke als Betreiber positiv auf das Coronavirus getestet worden, drei davon am Dienstag.

20 Flüchtlinge infiziert, vier wieder genesen

Zudem sind bereits 20 Flüchtlinge positiv getestet worden. Die ersten vier Infizierten aus der Erstaufnahmestelle haben nach Ministeriumsangaben die Ausweicheinrichtung in Parchim am Montag als genesen verlassen und sind nach Stern Buchholz zurückgekehrt. Alle infizierten Flüchtlinge wiesen milde Symptome auf, niemand habe stationär behandelt werden müssen. Die Kontaktpersonen seien separat in Stern Buchholz unter häuslicher Quarantäne gestellt worden. 

Infizierte Mitarbeiter in häuslicher Isolation

Den infizierten Malteser-Mitarbeitern wurde häusliche Isolation verordnet. Das Gesundheitsamt verfügte Quarantäne für enge Kontaktpersonen. Eine eindeutige Ansteckungsquelle habe bislang nicht festgestellt werden können, hieß es. Im familiären Umfeld mindestens eines Mitarbeiters seien ebenfalls Infektionen aufgetreten.

In Stern Buchholz gelten strenge Schutzvorkehrungen

Innerhalb der Erstaufnahmestelle gelten laut Ministerium spezielle Schutzvorkehrungen vor Bewohner und Mitarbeiter. So wurde eigens für immungeschwächte oder besonders infektionsgefährdete Flüchtlinge ein Schutzhaus eingerichtet. Die Malteser-Mitarbeiter arbeiteten stets unter Schutzausrüstung mit Handschuhen und Atemmasken. In der Einrichtung werde alle unternommen, um eine Weiterverbreitung von Infektionen zu verhindern, sagte die Infektionsmedizinerin Gerit Hübner vom Amtsärzlichen Dienst der Stadt Schwerin.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 31.03.2020 | 19:00 Uhr

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