Stand: 11.12.2018 17:52 Uhr

Beratungsstelle für DDR-Heimkinder zieht Bilanz

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Zum Ende dieses Jahres wird die Beratungsstelle für ehemalige DDR-Heimkinder in Schwerin geschlossen. Nun gab es eine Bilanz.

Der Entschädigungsfonds für ehemalige DDR-Heimkinder in Mecklenburg-Vorpommern wird zum Jahresende schließen. Wie Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) am Dienstag anlässlich der Bilanz sagte, haben inzwischen rund 3.300 frühere DDR-Heimkinder Leistungen aus dem Fonds erhalten. Die Zahlungen könnten das widerfahrene Unrecht nicht wieder gut machen, so Ministerin Drese, aber zumindest finanzielle Benachteiligungen mildern.

Betroffene können sich weiterhin melden

Die Beratungsstelle war in Schwerin bei der Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen angesiedelt. Wie die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Anne Drescher, am Dienstag sagte, können Betroffene sich auch weiterhin dort melden. Die zeitweilig 14 zusätzlichen Mitarbeiter stünden zwar nicht mehr zur Verfügung. Nach Informationen von NDR 1 Radio MV soll der Leiter der Beratungsstelle, Burkhard Bley, weiterhin als Ansprechpartner verfügbar sein.

Hunderte Betroffene meldeten sich nach Ablauf der Frist

Der DDR-Heimkinderfonds war 2012 zunächst mit 40 Millionen Euro von den ostdeutschen Ländern und dem Bund ausgestattet. Später wurde der Fonds bis zum Ende 2018 verlängert und das Fondsvolumen auf insgesamt maximal 364 Millionen Euro aufgestockt. Noch ist offen, was mit mehr als 400 Betroffenen geschehen soll, die ihre Anträge erst nach dem Meldeschluss eingereicht haben.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.12.2018 | 18:00 Uhr

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