Ausbau der Südbahn: Bürgerinitiative macht weiter Druck

Stand: 22.05.2022 10:40 Uhr

Die geforderte Weiterentwicklung der Mecklenburgischen Südbahn mit weiteren Strecken und mehr Fahrten stand gestern im Fokus einer Veranstaltung im Plau am See.

Auf der Bahnstrecke, die von Hagenow Land bis nach Waren führt, fahren momentan nur am Wochenende und auch nur in der Hochsaison Personenzüge. Die Bürgerinitiative Pro Schiene fordert jedoch, dass es auch unter der Woche Angebote geben muss.

Bürgerinitiative Pro Schiene betont Wichtigkeit der Südbahn

Zur Veranstaltung eingeladen hatte die Bürgerinitiative Pro Schiene, ohne deren jahrelange Proteste gegen die Verkehrseinstellung auf dieser Strecke die Gleise wohl schon demontiert worden wären. Gekommen sind alle Bürgermeister der Anliegergemeinden, und zwar nicht nur die der Südbahn, sondern auch die der Nord-Südbahn. Die Strecke der Nord-Südbahn reicht vom brandenburgischen Pritzwalk über Plau, Karow, Krakow am See bis nach Güstrow. Auch die Landkreise hatten Vertreter geschickt.

Ohne diese Nord-Süd-Strecke, so waren sich alle Beteiligten einig, fehlen der Ost-West-Strecke Fahrgäste. Deshalb will man den Bahnhof Karow wieder zu einem Umsteigeknoten machen. Immer zur vollen Stunde sollen sich hier die Züge treffen, auch die Busse, die die Fahrgäste auf die Dörfer ohne Bahnhalt bringen sollen

Mehr Fahrten, neue Verbindungen und moderne Wagen

Alle Bürgermeister, bis hin zum Bürgermeister aus dem brandenburgischen Meyenburg, wollen diese Bahnlinien zurück. Man beklagte zudem, dass der Wochenendzugverkehr nicht ausreiche, weil die Urlauber eben nicht nur sonnabends an- und wieder abreisen, sondern auch mitten in der Woche.

Professor Klüter, Geograph von der Uni Greifswald, der eine zunehmende Stadtflucht aus den Metropolen feststellte, wies darauf hin, dass diese Menschen aber weiter in Hamburg und Berlin arbeiten und dort auch hinkommen müssen.

Einig war man sich in der Forderung "klotzen nicht kleckern". Dazu gehöre: Die Integration der Strecken in den Deutschlandtakt, Anschlüsse an IC bzw. ICE in Waren und Ludwigslust und die Verlängerung des Regionalexpresses Berlin-Neustadt-Dosse über Karow bis nach Güstrow. Das Ganze möglichst mit modernen Akku-Oberleitungstriebwagen, die so auch die nicht elektrifizierten Strecken überbrücken können.

All das haben die Beteiligten in einer Resolution mit dem Titel „Karower Kreuz 365“ zusammengefasst mit der man nun Druck auf die Landesregierungen in Potsdam und Schwerin machen wolle.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 22.05.2022 | 11:00 Uhr

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