Stand: 24.06.2020 05:06 Uhr

14 Usedom-Urlauber aus MV verwiesen

Gut besuchter Badestrand © NDR Foto: Helmut Kuzina aus Wismar
14 Usedom-Urlauber aus Corona-Risiko-Gebieten sind aufgefordert worden, Mecklenburg-Vorpommern zu verlassen. (Archivbild)

In Heringsdorf auf Usedom sind am Montag erstmals 14 Urlauber aus sogenannten Risikogebieten zur Rückreise in ihre Heimat aufgefordert worden, darunter ein Ehepaar aus dem Landkreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen. Das teilte der Kreis Vorpommern-Greifswald mit. In Gütersloh hatte es einen massiven Corona-Ausbruch in einer Fleischfabrik der Firma Tönnies gegeben. Bei den Mitarbeitern waren mit Stand Montag 1.553 Corona-Tests positiv ausgefallen.

Corona-Meldeketten funktionieren offenbar in MV

Ein Vermieter auf Usedom hatte die Herkunft des Ehepaares überprüft und ihnen die Aufnahme verweigert. Das Ordnungsamt und der Kreis wurden informiert. Nach Angaben von Kreissprecher Achim Froitzheim zeigt der Vorfall, dass Vermieter und Hoteliers aufmerksam seien und die Meldeketten funktionierten. Die Tourismusbranche an der Ostsee freue sich über den Saisonbeginn. "Allerdings wollen wir auch unbedingt, dass sowohl unsere Bürgerinnen und Bürger gesund bleiben als auch unsere Gäste die Region gesund wieder verlassen", so Froitzheim.

Gäste aus Risiko-Regionen müssen ärztliches Unbedenklichkeitszeugnis vorlegen

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Laut der geltenden Landesverordnung dürfen Menschen nicht nach Mecklenburg-Vorpommern einreisen, wenn sie aus einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt kommen, in denen in den letzten sieben Tagen vor Einreise die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner höher als 50 ist. Gäste aus sogenannten Risiko-Regionen dürfen nur unter bestimmten Voraussetzungen in Mecklenburg-Vorpommern Urlaub machen: Wenn sie ein ärztliches Zeugnis vorlegen, das bestätigt, dass keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 vorhanden sind.

Kontaktbeschränkungen in Gütersloh und Warendorf

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies und den in der Folge gestiegenen Infektionszahlen gelten im Landkreis Gütersloh und im Nachbarkreis Warendorf (Nordrhein-Westfalen) erneut weitgehende Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Die Behörden haben unter anderem Sport in geschlossenen Räumen und zahlreiche Kulturveranstaltungen verboten. Fitnessstudios würden im Kreisgebiet ebenso geschlossen wie Kinos und Bars, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in Düsseldorf. Er kündigte an, alle 20.000 Mitarbeiter der Fleischindustrie erneut testen zu wollen. Die Einschränkungen und Kontaktverbote gelten zunächst bis Ende Juni.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 22.06.2020 | 18:30 Uhr

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