Jazz Special

Bastelfreude im eigenen Studio

Freitag, 18. September 2020, 22:05 bis 23:00 Uhr, NDR Info

Am Mikrofon: Felix Tenbaum

Der Trompeter Nils Petter Molvær © HR/Sascha Rheker
Nils Petter Molvær hat im April 2019 im Rolf-Liebermann-Studio in Hamburg gespielt.

Nils Petter Molvær gehört zu den Lichtgestalten des Jazz in Norwegen. Spätestens seit seinem Album "Khmer", das 1997 beim Label ECM erschien, ist der Trompeter und Electronic-Jazzpionier auch hierzulande in der ersten Liga der Jazzmusiker angekommen.

Neugier und schier unendliche Offenheit gehören zu Molværs Grundsätzen, mit denen er an Musik herangeht. Wenn er nicht auf Tour ist, verbringt der Trompeter, Komponist und Produzent einen großen Teil seiner Zeit im eigenen Tonstudio und bastelt an neuem Material für seine eigenen Projekte, schreibt aber auch Neue Musik für Vokalensembles oder Musiken für Ballettinszenierungen.

Übemoral und Einflüsse

Zum Erfolgsrezept des 60-Jährigen gehören seit jeher auch Einflüsse aus den unterschiedlichsten Musikkulturen. Ob Indien, Jamaika, der Orient oder seine Heimat Norwegen - kaum ein Künstler vermag es wie er, diese Einflüsse wie verschiedene Zutaten "zu einem Teig zu kneten", wie er sagt. Dieser Teig bildet dann den perfekten Boden für immer neue musikalische Torten, die Molvær mit tiefgründigen und berührenden Trompeten-Improvisationen garniert. Warum er klingt, wie er klingt? "Die Trompete klingt mir zu sehr nach Trompete. Deshalb probiere ich so zu spielen, dass mir der Klang gefällt".

In einem ausführlichen Interview mit Felix Tenbaum hat Nils Petter Molvær über die Anfänge seiner musikalischen Karriere und seinen ungewöhnlichen Weg hin zum Einsatz von Elektronik gesprochen - aber auch über sein besonderes Faible für die E-Gitarre als Partnerinstrument, Norwegens Bedeutung für den Jazz in Europa und über so etwas Grundsätzliches wie "Übemoral".

 

NDR Info Livestream

Nachtclub Extra

20:15 - 21:00 Uhr
Live hören