Stand: 24.08.2020 10:19 Uhr

Scholz gegen Maskenpflicht am Arbeitsplatz

Olaf Scholz vor rotem Hintergrund mit SPD-Schriftzug. © dpa picture alliance Foto: Bernd von Jutrczenka
Grundsätzlich sei die Akzeptanz für die Mund-Nasen-Bedeckung in Deutschland sehr groß, so Olaf Scholz auf NDR Info.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten heute über das weitere Pandemie-Vorgehen. Dabei dürfte es um die steigenden Neuinfektionszahlen gehen und die Frage, wie die Politik darauf reagieren sollte. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) ist gegen eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz. Im Hörfunk-Interview auf NDR Info sagte er, bereits zu Beginn der Krise seien klare Vorgaben auf den Weg gebracht worden. Diese hätten dafür gesorgt, dass in vielen Unternehmen spezielle Maßnahmen getroffen worden sind. "Ich glaube, dass es Sinn macht, dass wir in Deutschland über die Fragen reden, die wir öffentlich regeln können", sagte Scholz. Da gehe es zunächst mal um die Schulen und den öffentlichen Raum.

Bundesweit einheitliche Regeln für private Feiern noch unsicher

Auch über die Regelung für private Feiern werden Bund und Länder diskutieren. Wegen steigender Infektionen wird zunehmend eine einheitliche Obergrenze gefordert. "Ich glaube, alle wissen, dass wilde Partys eine Gefährdung sind. Deshalb wird es darüber einen Austausch geben", sagte Scholz auf NDR Info. Er sei sich aber nicht ganz sicher, ob es genaue einheitliche Regeln geben werde.

"Akzeptanz für Mund-Nasen-Bedeckung sehr groß"

Laut dem Vize-Kanzler sind bereits 95 Prozent der geltenden Corona-Regeln in den einzelnen Bundesländern identisch: "Wir müssen jetzt ein bisschen darüber reden, ob die restlichen fünf Prozent auch noch zusammen kommen müssen", sagte der SPD-Kanzlerkandidat. Keiner solle die Ausrede haben, er oder sie wisse nicht, was denn nun gelte.

Scholz betonte aber auf NDR Info, dass die Akzeptanz für die Mund-Nasen-Bedeckung in Deutschland generell sehr groß sei. "Das ist eine große Leistung. Denn wenn wir alles kontrollieren müssten - und es nur dann gelten würde -, kämen wir gar nicht mehr hinterher."

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Scholz glaubt an Verlängerung des Kurzarbeitergeldes

Mit Blick auf die bevorstehende Entscheidung im Koalitionsauschuss zur Verlängerung des Kurzarbeitergeldes äußerte sich Scholz optimistisch: "Ich glaube, dass wir das hinbekommen. Ich sehe überall Bewegung - und es ist natürlich gut, wenn man das im Einvernehmen mit Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften macht. Danach sieht es auch aus." Es sei wichtig, dass die Unternehmen wüssten, dass die Regierung mit ihnen durch die Krise gehe, selbst wenn die Produktion nachlasse, so der SPD-Kanzlerkandidat.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Infoprogramm | 24.08.2020 | 07:50 Uhr

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