Stand: 26.11.2021 23:55 Uhr

Coronavirus-Blog: WHO stuft neue Variante als "besorgniserregend" ein

In diesem Blog hat NDR.de Sie auch am Freitag, 26. November 2021, über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg informiert. Alle Meldungen des Tages können Sie hier nachlesen. Am Sonnabendmorgen starten wir einen neuen Blog.

Das Wichtigste in Kürze:

Tabellen und Grafiken: So läuft die Impfkampagne im Norden
Karte: Neuinfektionen in den norddeutschen Landkreise


23:55 Uhr

Corona-Blog macht Pause - Gute Nacht!

Der Corona-Blog von NDR.de macht jetzt eine kleine Pause. Das Team wünscht Ihnen einen gute Nacht! Am Sonnabendmorgen starten wir einen neuen Blog zu den Auswirkungen der Pandemie in Norddeutschland.


23:19 Uhr

EU-Behörde hält Risiko für Ausbreitung der Omikron-Variante in Europa für "hoch bis sehr hoch"

Die EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde ECDC hält die Ausbreitung der zuerst in Südafrika entdeckten neuen Corona-Virusvariante Omikron in der EU für wahrscheinlich. Das Risiko einer Verbreitung des neuen Erregers in der EU und im Europäischen Wirtschaftsraum sei "hoch bis sehr hoch", heißt es in einem am Abend veröffentlichten Bericht der in Stockholm ansässigen Behörde. Omikron könnte nach Angaben südafrikanischer Wissenschaftler wegen ungewöhnlich vieler Mutationen noch ansteckender sein als die derzeit grassierende Delta-Variante und die existierenden Impfstoffe weniger wirksam machen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO stufte die Variante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 als "besorgniserregend" ein.


22:25 Uhr

Schmidt-Chanasit: " Möglichst viele Sicherheitsvorkehrungen treffen"

Nach der Entdeckung einer neuen Coronavirus-Variante grübeln Virologen und Politiker über die Auswirkungen von Omikron. Noch ist diese nicht in Deutschland angekommen, doch hierzulande steigen die Neuinfektionen mit der Delta-Variante ohnehin weiter an. Auch in norddeutschen Krankenhäusern bereiten sich die Behörden nun darauf vor, dass sie geplante Operationen verschieben müssen. Wie müssen wir unseren Alltag ändern? Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit rät zu Kontaktbeschränkungen.

VIDEO: Corona: Omikron-Variante und die Auswirkung auf den Alltag (6 Min)


21:48 Uhr

Innenministerium: Neue Variante bislang nicht nachgewiesen

In Deutschland ist nach Angaben des Bundesinnenministeriums die neue Corona-Variante bislang nicht nachgewiesen worden. Es sei davon auszugehen, dass die Verbreitung der neuen Variante bereits deutlich größer sei als die bekannten Fälle in Südafrika, Botswana, Hongkong, Israel und Belgien. Unklar sei, ob die Wirkung von Impfstoffen geringer sei. Entsprechende Laboruntersuchungen hätten begonnen. "Das Mutationsprofil deutet jedoch darauf hin, dass eine herabgesetzte Impfstoffwirkung zumindest ernsthaft in Betracht gezogen werden muss." Unklar sei auch, ob die neue Variante krankmachender sei.


21:14 Uhr

SPD-Forderung: Weihnachtsferien in SH sollen früher beginnen

Die Oppositionsführerin im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Serpil Midyatli, fordert, dass die Weihnachtsferien im Land vorgezogen werden. Um die Kinder zu schützen und die Wucht der vierten Welle zu brechen, sollten wie im letzten Jahr die Weihnachtsferien vorgezogen werden, sagte Midyatli. Am 17. Dezember sollte der letzte Schultag sein, so ihre Forderung. Dadurch gebe es auch größere Sicherheit für Familienbesuche an den Feiertagen. Midyatli betonte, auch wenn die Europäische Arzneimittelagentur EMA inzwischen grünes Licht für die Impfung von Kindern ab fünf Jahren gegeben habe, werde man einen vollständigen Schutz vor Weihnachten nicht organisieren können.


20:45 Uhr

Bundesregierung stuft acht Länder als Virusvariantengebiete ein

Wegen der Verbreitung einer neuen Coronavirus-Variante im südlichen Afrika beschränkt die Bundesregierung die Einreise aus insgesamt acht Ländern der Region drastisch. Südafrika, Namibia, Simbabwe, Botsuana, Mosambik, Eswatini, Malawi und Lesotho werden ab Sonntag um null Uhr als Virusvariantengebiete eingestuft, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte.


20:29 Uhr

Hansa Rostock mit 2G-Plus: Marien wirbt um Verständnis

Fußball-Zweitligist Hansa Rostock stellt für das Heimspiel gegen den FC Ingolstadt am 4. Dezember auf 2G-Plus um. Wie viele oder ob überhaupt Zuschauer ins Stadion dürfen, ist aber noch völlig offen. Alles hänge ab von der Entwicklung der Corona-Zahlen in Mecklenburg-Vorpommern, vor allem von der sogenannten Hospitalisierungsrate. Entsprechend sind im letzten Heimspiel des Jahres 14.500, 7.250 oder sogar null Zuschauer möglich. Hansas Vorstandschef schob den "Schwarzen Peter" der Politik zu: "So kann man einfach nicht planen. Alle wissen, dass wir eine Gesundheitskrise haben, da gilt es klare Entscheidungen zu treffen." Bayern lasse zum Beispiel kategorisch nur noch 25 Prozent zu, das sei eine feste, klare Maßnahme: "Das muss man nicht gut finden, aber es ist planbar - was hingegen bei einer Spanne zwischen 14.500 und null unmöglich ist."


19:52 Uhr

Niederlande verhängen Abend-Lockdown - Alles dicht um 17 Uhr

Die Niederlande verhängen ab Sonntag einen abendlichen Lockdown. Geschäfte, Kulturstätten, Gaststätten und Sportclubs müssen täglich bereits um 17 Uhr schließen. Die verschärften Maßnahmen gelten für zunächst drei Wochen, das kündigte Ministerpräsident Mark Rutte heute in Den Haag an. Ausgenommen seien Supermärkte. Schulen sollen vorerst geöffnet bleiben. Die Polizei rechnet mit Protestaktionen am Wochenende. Die Regierung war wegen der vorzeitigen Lockerungen im September stark in die Kritik geraten. Die Infektionszahlen stiegen schnell. Am 13. November hatte die Regierung dann die Notbremse gezogen und einen Teillockdown verhängt.


19:18 Uhr

WHO stuft neue Corona-Variante als "besorgniserregend" ein

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die neue Corona-Variante B.1.1.529 als "besorgniserregend" eingestuft. Das teilte die UN-Behörde heute nach Beratungen mit Experten mit. Diese Klassifizierung ist laut WHO-Definition ein Signal, dass eine Variante ansteckender ist oder zu schwereren Krankheitsverläufen führt. Außerdem besteht bei "besorgniserregenden Varianten" die Gefahr, dass herkömmliche Impfungen, Medikamente oder Corona-Maßnahmen weniger wirksam sind. Diese nun Omikron genannte Variante weise eine große Anzahl Mutationen auf, von denen einige besorgniserregend seien, hieß es. Vorläufige Hinweise deuteten auf ein erhöhtes Risiko einer Reinfektion bei dieser Variante im Vergleich zu anderen besorgniserregenden Varianten, zu denen auch die derzeit vorherrschende Delta-Variante zählt. Nach Angaben der WHO wird es noch Wochen dauern, bis klar wird, welche genauen Auswirkungen die Mutationen haben wird.


18:34 Uhr

Weitere Covid-19-Patienten werden in den Norden gebracht

Nach der Verlegung von ersten Corona-Erkrankten aus Thüringen nach Niedersachsen werden weitere Transporte aus anderen Bundesländern geplant. Zunächst sollen 25 Covid-Patienten aus Bayern und Sachsen nach Norddeutschland gebracht werden, wie das niedersächsische Innenministerium am Freitag mitteilte. Davon sollen sechs in niedersächsische Klinken kommen, vier nach Hamburg, sechs nach Mecklenburg-Vorpommern, drei nach Bremen und sechs nach Schleswig-Holstein. Die Verlegung erfolge sobald wie möglich.


18:13 Uhr

UKSH bereitet sich auf Ankunft von Corona-Patienten vor

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKH) bereitet sich darauf vor, schwer rkrankte Covid-Patienten aufzunehmen. Weil aber auch in Schleswig-Holstein die Zahl der Krankenhauseinweisungen steige, reduziere man von Montag an planbare Operationen um 25 Prozent, so ein UKSH-Sprecher heute. Das bedeute, dass zahlreiche aufschiebbare Operationen an den Standorten Kiel und Lübeck nicht zu geplanten Terminen stattfänden. Auch Tageskliniken und Ambulanzen reduzieren demnach ihre Angebote.


17:43 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern meldet 1.195 Neuinfektionen

Die Zahl der Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist binnen 24 Stunden um 1.195 gestiegen. Gestern waren 1.289 Neuinfektionen gemeldet worden, vor einer Woche waren es 1.004. Die meisten Neumeldungen kamen aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen steigt auf 382,6, die Landes-Hospitalisierungsinzidenz sinkt leicht auf 8,4. Zwei Regionen werden "rot" eingestuft. Es gab fünf neue Todesfälle.


17:31 Uhr

Erste Impfstellen in Schleswig-Holstein gestartet

Die ersten Impfstellen in Schleswig-Holstein haben heute ihre Arbeit aufgenommen. Bis zum 6. Dezember sollen es im ganzen Land bis zu 60 Impflinien an 26 Standorten sein, teilte die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) zum Start in Eutin mit. Ziel ist, vor allem das Tempo bei den Covid-19-Auffrischungsimpfungen (Booster-Impfungen) zu erhöhen. Damit sollen die Praxen der niedergelassenen Ärzte bei den Corona-Impfungen unterstützt und entlastet werden. Impftermine können nur online gebucht werden. Bis zum 2. Dezember ist das zunächst nur für Frauen und Männer im Alter ab 60 Jahre möglich.

Weitere Informationen
Ein Schild "Impfung 3" ist an der Tür zu einem Impfraum zu sehen. © dpa Foto: Friso Gentsch

Neue Impfstellen in SH: Boostern im Turbo-Gang

Seit Freitag wird an mehr als der Hälfte der neuen Standorte gegen das Coronavirus geimpft. mehr


17:15 Uhr

Werder lässt keine Fans aus "Regionen mit hohen Inzidenzen" zu

Fußball-Zweitligist Werder Bremen hat als Reaktion auf die hohen Infektionszahlen weitere Maßnahmen ergriffen. Wie der Klub heute mitteilte, wird die Zuschauerkapazität beim Spiel gegen Erzgebirge Aue um 25 Prozent reduziert. Zudem sind bei der Partie am 3. Dezember keine Zuschauer zugelassen, die aus "Regionen mit hohen Inzidenzen" stammen. Damit seien nach der Abstimmung mit dem Bremer Innensenator Ulrich Mäurer die Bundesländer Sachsen, Thüringen und Bayern gemeint, hieß es in der Werder-Mitteilung. Maximal 31.600 Zuschauer dürften ins Stadion. "Ein Wechsel auf 2G-Pplus hätte aufgrund fehlender Testkapazitäten dazu geführt, dass wir wahrscheinlich nur einen sehr geringen Teil an Zuschauerinnen und Zuschauern im Stadion hätten haben können", sagte Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald.


17:05 Uhr

Touristen in Mecklenburg-Vorpommern müssen sich alle drei Tage testen lassen

Touristen in Mecklenburg-Vorpommern müssen bei der Anreise einen negativen Corona-Test vorlegen und sich dann alle drei Tage erneut testen lassen. Das teilte Staatskanzleichef Patrick Dahlemann (SPD) heute mit. Die Landesverordnung sei in dem Punkt präzisiert worden. In Hotels und anderen Beherbergungsstätten gelte bei der Warnstufe "Orange", in der sich das Land MV derzeit befindet, die 2G-plus-Regel. Das heißt, sie dürfen nur von Geimpften und Genesenen genutzt werden, die zusätzlich noch einen Negativtest vorlegen müssen. Bei Geschäftsreisen oder anlässlich besonderer Ereignisse, wie einer Beerdigung, könnten auch ungeimpfte Gäste beherbergt werden, hieß es. Diese müssen sich dann allerdings täglich testen lassen.


16:40 Uhr

Wissenschaftler empfiehlt kurzen, aber harten Lockdown

Die Politik redet über 2G, 2G-Plus, Impfungen - schafft Deutschland es damit, die vierte Welle zu brechen? Nein, meint Professor Thorsten Lehr von der Universität des Saarlandes. Der Modellierer sagt: "Wir brauchen dringend einen harten Lockdown für alle." Deutschland könne sich das Gespiele des letzten Jahres mit Lockdown Light nicht mehr leisten. "Je schneller und härter wir durchgreifen, desto schneller sind wir wieder raus", so der Experte. Es werde aber kein normales  Weihnachten wie immer geben, prognostiziert Lehr.

VIDEO: Modellierer Thorsten Lehr empfiehlt kurzen, harten Lockdown (5 Min)


16:37 Uhr

Gesundheitsministerin Behrens kritisiert Impfstoff-Knappheit scharf

Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) hat die Bundesregierung für offenkundige Lieferengpässe bei Impfstoffen gegen das Coronavirus scharf kritisiert. Ihr Ministerium habe von Impfteams und Arztpraxen aus ganz Niedersachsen erfahren, dass nicht alle zugesagten Impfstoffmengen für die kommende Woche lieferbar seien, sagte Behrens heute in Hannover. Die Knappheit gehe weit über die vom Bund angekündigte Kontingentierung des Biontech-Impfstoffs hinaus und betreffe auch das Moderna-Vakzin. "Das ist ein schwerer Schlag für die Impfkampagne", sagte Behrens. Wie sich die Knappheit auswirke, sei völlig unklar, weil sich der Bund intransparent verhalte. Das gefährde auch den für Montag geplanten Start von 180 Impfpraxen in Niedersachsen massiv, warnte Behrens. Sie forderte das Bundesgesundheitsministerium auf, alle Hebel für die rechtzeitige Lieferung in Bewegung zu setzen.


16:30 Uhr

Verlegung von Corona-Patienten: Wie funktioniert das "Kleeblatt-System"?

Weil gerade in Thüringen, Sachsen und auch Bayern die Intensivstationen mit Corona-Patienten überfüllt sind, nehmen Kliniken in anderen Bundesländern schwere Covid-Fälle auf. Das funktioniert nach dem "Kleeblatt-System", erklärt Christian Karagiannidis, Leiter des Intensivregisters und Intensivmediziner aus Köln im Interview mit NDR Info.

Der Hubschrauber Christoph Thüringen der DRF Luftrettung bringt eine am Corona-Virus schwer erkrankte Patientin in das St. Bernward Krankenhaus in Hildesheim. © dpa Foto: Julian Stratenschulte
AUDIO: Corona-Patienten werden verlegt: Wie funktioniert das System? (6 Min)

16:03 Uhr

Zahl der Erstimpfungen in NDS und MV deutlich gestiegen

Die Zahl der Erstimpfungen ist in Niedersachsen deutlich gestiegen. Derzeit seien es 9.000 bis 10. 000 Erstimpfungen pro Tag, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums heute in Hannover. Dieser Wert sei fast fünfmal so hoch wie die Zahlen, die in den vergangenen Wochen pro Tag erreicht wurden. Seit vergangener Woche Donnerstag hätten etwa 300.000 Menschen in Niedersachsen eine Auffrischungsimpfung erhalten. Diese Impfung bekamen nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bislang 9,4 Prozent aller Menschen in dem Bundesland - darunter 20,6 Prozent der Menschen, die älter als 60 Jahre sind.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern haben sich zuletzt mehr Menschen erstmals gegen das Coronavirus impfen lassen. Seit Montag haben demnach 11.000 Menschen im Nordosten eine Erstimpfung erhalten. Das entspreche fast einer Verdopplung im Vergleich zur Vorwoche. Dementsprechend schneller sei auch die Quote zuletzt angestiegen. Sie liege derzeit bei 69,0 Prozent. Seit Anfang der Woche sei die Quote der Menschen mit dem sogenannten Booster von 6,4 auf 9,1 Prozent gestiegen. Bei den über 60-Jährigen seien es gut 18 Prozent. 97 Prozent der Altenpflegeheime hätten ein Angebot für Aufffrischimpfungen erhalten.


15:36 Uhr

Hallensport: Sorge um Kinder wegen 2G-Regel

Im Indoor-Sport spitzt sich die Lage wieder zu. In vielen Bundesländern dürfen über Zwölfjähre, die nicht geimpft sind, schon jetzt nicht mehr am Hallensport teilnehmen. Auch in Hamburg sollen Minderjährige bald unter die 2G-Regel fallen. Weitere Einschränkungen könnten zum Stillstand für den Vereinssport führen. Mediziner machen sich um die gesundheitlichen Folgen für Kinder Sorgen.

VIDEO: Kinder in der Pandemie: Sorge um 2G-Regel in Sporthallen (2 Min)


15:05 Uhr

Bremens Innensenator fordert Unterbrechung des DFL-Spielbetriebs

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) plädiert angesichts der angespannten Corona-Lage für eine Unterbrechung des Spielbetriebs in den Fußball-Bundesligen. "Wir setzen die Polizeibeamtinnen und -beamten einer unnötig großen Gefahr aus, wenn wir sie mitten in der vierten Welle quer durch die Republik schicken, nur um Fußballspiele gegen gewalttätige Fans abzusichern", sagte Mäurer. Mit Blick auf die rasant steigenden Corona-Zahlen sei dies nicht mehr zu verantworten.


14:29 Uhr

Erster bestätigter Fall in EU: Neue Virusvariante in Belgien

Belgien hat einen ersten Fall mit der neuen, zunächst im südlichen Afrika festgestellten Corona-Variante B.1.1.529 registriert. Das gab der belgische Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke heute Mittag bei einer Pressekonferenz bekannt. Der belgische Premierminister Alexander De Croo kündigte zudem Reisebeschränkungen für Einreisende aus Ländern im südlichen Afrika an. Es sei Vorsicht erforderlich, aber keine Panik, sagte Vandenbroucke. Es handelt sich um die erste bestätigte Infektion innerhalb der Europäischen Union.


14:25 Uhr

Studie: Merck-Medikament nicht so wirksam wie gedacht

Die Corona-Pille Molnupiravir des US-Pharmakonzerns Merck & Co. hat in einer neuen Studie eine geringere Effizienz zur Vermeidung einer Hospitalisierung und von Todesfällen gezeigt. Das Risiko, aufgrund von Corona nach Einnahme der Tablette im Krankenhaus zu landen oder zu sterben sei mit dem Medikament 30 Prozent niedriger, teilte Merck heute mit. Vorläufige Daten im Oktober jedoch hatten auf ein um 50 Prozent verringertes Risiko hingedeutet.


14:13 Uhr

Tschentscher schließt Lockdown nicht aus

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat einen neuen flächendeckenden Lockdown nicht ausgeschlossen. "Wir können jetzt nichts ausschließen, weil die Lage sich ja immer noch weiterentwickelt", sagte Tschentscher heute im Fernsehsender "Welt". Er hoffe, dass der aus der Entscheidung zu 2G-Beschränkungen entstandene Impuls ausreiche, um sehr schnell Boosterimpfungen und auch Erstimpfungen auszulösen.

Weitere Informationen
Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher spricht in einem Interview im Amtszimmer des Rathauses. © picture alliance/dpa Foto: Christian Charisius

Hamburgs Bürgermeister Tschentscher schließt Lockdown nicht aus

Man könne nichts ausschließen, weil sich die Corona-Lage weiterentwickele. Der Senat sieht dennoch keinen Grund für ein Vorziehen der MPK. mehr


13:48 Uhr

Biontech untersucht neue Virusvariante

Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech untersucht die im südlichen Afrika festgestellte neue Variante des Coronavirus und rechnet spätestens in zwei Wochen mit Erkenntnissen. "Wir können die Besorgnis von Experten nachvollziehen und haben unverzüglich Untersuchungen zur Variante B.1.1.529 eingeleitet", teilte das Unternehmen heute mit. Die Variante unterscheide sich deutlich von bisher beobachteten Varianten, da sie zusätzliche Mutationen am Spike-Protein habe. Die Daten aus nun laufenden Labortests würden Aufschluss geben, ob eine Anpassung des Impfstoffs erforderlich werde, wenn sich diese Variante international verbreite.

Biontech teilte weiter mit, gemeinsam mit dem US-Partner Pfizer habe man schon vor Monaten Vorbereitungen getroffen, um im Fall einer sogenannten Escape-Variante des Virus den Impfstoff innerhalb von sechs Wochen anzupassen und erste Chargen innerhalb von 100 Tagen auszuliefern. Dafür seien klinische Studien mit "variantenspezifischen Impfstoffen" gestartet worden, um Daten zur Sicherheit und Verträglichkeit zu erheben. Diese könnten im Fall einer Anpassung bei den Behörden als Musterdaten vorgelegt werden. Als Escape-Variante bezeichnet man eine Virusvariante, die sich der Wirkung der derzeit verfügbaren Impfstoffe entzieht.


13:34 Uhr

Ab sofort neue Regeln für Gottesdienste in MV

In Gottesdiensten in Mecklenburg-Vorpommern gilt ab sofort die 3G-Regel und eine Maskenpflicht. Das teilten die Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern der Nordkirche heute mit. Finde Gemeindegesang statt, müsse der Abstand zueinander von eineinhalb auf zwei Meter erhöht werden. Wer einen Test benötige, solle möglichst einen Schnelltest-Nachweis mitbringen. Zudem gibt es die Option, vor Ort unter Aufsicht einen selbst mitgebrachten Selbsttest zu machen. Für kirchliche Veranstaltungen, die nicht zur Kategorie religiöser Zusammenkünfte zählen - wie Konzerte -, gilt den Angaben zufolge in MV die 2G-Plus-Regel. Das bedeutet eine Teilnahme nur für Geimpfte und Genesene mit tagesaktuellem Test. Ungewiss sei momentan, in welcher Form die diesjährigen Weihnachtsgottesdienste stattfinden werden. "Derzeit ist davon auszugehen, dass viele Kirchengemeinden im Freien feiern werden, es zudem digitale Angebote gibt und Kirchen für Einzelbesuche und Gebet offen stehen", hieß es.


13:24 Uhr

Niedersachsen: Terminabsagen wegen Impfstoffmangels

Die Kassenärzte in Niedersachsen beklagen Probleme bei der Versorgung mit Corona-Impfstoff. Wie die Kassenärztliche Vereinigung (KVN) heute mitteilte, haben die Praxen, die sich an den Impfungen beteiligen, nicht die von ihnen bestellten Biontech-Impfstoffmengen erhalten, obwohl sie ihre Terminvergabe darauf aufgebaut hätten. Die Ärzte müssten daher viele Impfzusagen jetzt wieder zurückziehen, während die Praxen von Impfwilligen geradezu überrannt würden. "Die Praxen haben jetzt keine Möglichkeit mehr, kurzfristig auf den Alternativimpfstoff auszuweichen", sagte KVN-Vize Jörg Berling, der selbst als Hausarzt in Lüneburg an den Impfungen beteiligt ist. Er kritisierte, dass die Praxen nun den Zorn der Bevölkerung aushalten müssten, weil die Politik ihre Zusagen nicht einhalte.


13:15 Uhr

Rostocker Uni-Klinik verhängt Besuchsstopp

An der Universitätsmedizin Rostock sind Besuche ab sofort nur noch in Ausnahmen möglich. Es gelte ein genereller Besuchsstopp, teilte die Klinik heute mit. Ausnahmen seien etwa für Eltern möglich, die ihr krankes minderjähriges Kind besuchen wollen oder für Besuche bei Patienten, die im Sterben liegen. Es gelte ausnahmslos eine Testpflicht, unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus. Die derzeitige Infektionslage erfordere die Maßnahme, um Patienten und Mitarbeiter vor möglichen Infektionen und Kontakt mit dem Coronavirus zu schützen, begründete der Stellvertretende Ärztliche Vorstand, Christian Junghanß, den Schritt.


13:03 Uhr

Neue Variante: WHO derzeit gegen Reisebeschränkungen

Als Reaktion auf die neue Corona-Variante B.1.1.529 empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wissenschaftlich fundierte Maßnahmen und Risikobewertungen, aber aktuell keine Reisebeschränkungen. WHO-Sprecher Christian Lindmeier sagte heute in Genf, Staaten könnten auch ohne solche Einschränkungen eine Reihe von Maßnahmen ergreifen, um die Ausbreitung von neuen Varianten einzudämmen. Dazu gehörten die genaue Beobachtung des Infektionsgeschehens und die Genanalyse von auftretenden Corona-Fällen. Die Europäische Kommission, Deutschland und einige andere Staaten hatten heute angekündigt, Einreisen aus dem südlichen Afrika einschränken zu wollen.

Nach den bisherigen WHO-Empfehlungen sollen Corona-Maßnahmen den internationale Verkehr nicht unnötig behindern und Reisende nicht automatisch als Verdachtsfälle eingestuft werden. Die WHO wollte noch im Laufe des Tages entscheiden, ob die neue Variante als "besorgniserregend" klassifiziert werden soll.


12:38 Uhr

Bremen knackt Impfquote von 80 Prozent

Bremen hat als erstes Bundesland 80 Prozent seiner Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. "Vier von fünf Bremerinnen und Bremer haben heute einen vollständigen Impfschutz. Das ist ein wirklich toller Wert" sagte Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke). Es gebe aber immer noch "Bremerinnen und Bremer, die nicht geimpft sind, und auch die wollen wir noch erreichen". Bei den Auffrischungsimpfungen rangiert Bremen mit 11,8 Prozent auf dem zweiten Platz hinter Berlin (12,6).


12:20 Uhr

Hamburg und Kiel gegen frühere Ministerpräsidentenkonferenz

Trotz Höchstständen bei den Corona-Neuinfektionen sehen die Landesregierungen von Hamburg und Schleswig-Holstein keine Notwendigkeit für ein Vorziehen der für den 9. Dezember geplanten Ministerpräsidentenkonferenz. Schleswig-Holstein beobachte die Lage sehr aufmerksam, sagte ein Sprecher heute. Bund und Länder hätten sich erst in der vergangenen Woche auf Maßnahmen im Kampf gegen Corona verständigt. "Das Infektionsschutzgesetz gibt uns ausreichend Instrumente, um diese Maßnahmen umzusetzen." Ähnliches verlautete heute aus Kreisen des Hamburger Senats.

Unter anderem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordern hingegen eine raschere Ministerpräsidentenkonferenz, um auf die Entwicklung zu reagieren.


12:17 Uhr

Hamburg: 830 neue Fälle und neuer Inzidenzhöchstwert

Binnen eines Tages sind 830 neue Corona-Fälle in Hamburg registriert worden. Das sind nach Angaben der Sozialbehörde 125 weniger als gestern, aber 272 Neuinfektionen mehr als heute vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg von 237,9 gestern auf den neuen Höchstwert von 252,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Vor einer Woche lag die Inzidenz bei 189,5. In den Hamburger Krankenhäusern werden derzeit 212 Corona-Patientinnen und -Patienten behandelt - das ist einer mehr als zuletzt gemeldet. Laut DIVI-Intensivregister liegen in der Hansestadt 52 Corona-Erkrankte auf Intensivstationen. Aus den Krankenhauszahlen ergibt sich für Hamburg laut RKI eine Hospitalisierungsrate von 2,27.


12:00 Uhr

Weitere Intensivpatientin nach Niedersachsen verlegt

Eine weitere Corona-Intensivpatientin ist heute von Thüringen nach Niedersachsen verlegt worden. Eine Sprecherin des St. Bernward Krankenhauses in Hildesheim bestätigte, dass die Frau dort am Mittag mit dem Hubschrauber angekommen ist. Gestern Abend waren die ersten Intensivpatienten mit Covid-19 auf Grundlage des sogenannten Kleeblatt-Konzepts von Thüringen nach Niedersachsen gebracht worden. Das Bundesland bildet gemeinsam mit Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern das Kleeblatt Nord, um sich bei Engpässen unter den Bundesländern gegenseitig zu helfen.

Weitere Informationen
Szene in einer  Intensivstation © dpa Bildfunk Foto: Kay Nietfeld

Kleeblatt-System: So werden Corona-Intensivpatienten verlegt

Corona-Patienten werden nach dem Kleeblatt-System verlegt. Derzeit gehören die Nord-Länder zu der Gruppe, die schwer Erkrankte aufnimmt. mehr


11:27 Uhr

Niedersachsens Staatskanzlei lehnt Katastrophenfall-Ausrufung ab

Niedersachsens Landesregierung ist uneins in der Frage, ob das Land in der vierten Corona-Welle den Katastrophenfall ausrufen sollte. Ein entsprechender Vorschlag von Vize-Ministerpräsident Bernd Althusmann (CDU) stieß in der Staatskanzlei von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) auf Unverständnis. "Was jetzt der Katastrophenfall tatsächlich zur Verbesserung der Corona-Lage oder zur akuten Bekämpfung der Infektionssteigerung auswirken kann, erschließt sich uns nicht", sagte eine Sprecherin der Staatskanzlei heute.


11:18 Uhr

MV: Weitere Einschränkungen an Schulen von Montag an

Mit einem Bündel an Maßnahmen will Mecklenburg-Vorpommern den Präsenzunterricht trotz steigender Corona-Infektionszahlen absichern. Von Montag an soll es keinen Sportunterricht in der Halle und das Gruppensingen im Musikunterricht in Innenräumen mehr geben. Der Schwimmunterricht könne hingegen weiter stattfinden, solange die Corona-Landesverordnung dies erlaube, teilte das Bildungsministerium heute mit. Die Testfrequenz für Schüler und Lehrer soll erhöht werden.

Die Schulleitungen sind angehalten zu prüfen, ob der Betrieb zeitlich und räumlich entzerrt werden kann. Ganztagsangebote könnten dazu ausgesetzt werden. Schüler sollen sich nur noch in einer "definierten Gruppe" in der Pause begegnen. Personen, die nicht zur Aufrechterhaltung des Schulbetriebs benötigt werden, sollen das Schulgelände nicht mehr betreten.

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gilt für bestimmte Regionen von Montag an eine tägliche Testpflicht an Schulen.


11:13 Uhr

Umfrage: Warum lassen Menschen sich nicht impfen?

Knapp jeder fünfte Erwachsene in Schleswig-Holstein ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums noch immer ungeimpft. Warum eigentlich? Der NDR hat dazu Stimmen von Betroffenen gesammelt.

Weitere Informationen
Themenbild -Impfung mit dem Moderna mRnA Impfstoff im Impfzentrum in Freising, Impfdose mit Impfstoff zur Injektion mit einer Kanuele. © NDR Foto: Andrea Schmidt

Die Angst vor der Corona-Impfung - und das Unverständnis darüber

Der Ton in der aktuellen Impf-Debatte ist häufig aggressiv. Eine Ethikerin rät dazu, sich mit den Ängsten auseinanderzusetzen. mehr


11:03 Uhr

Intensivmediziner: Impfstatus bei Triage irrelevant

Der Impfstatus eines schwer erkrankten Covid-Patienten darf aus Sicht von Intensivmedizinern bei der Entscheidung über die weitere Behandlung keine Rolle spielen. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) betont diese Maxime in der aktualisierten Fassung ihrer Empfehlungen dazu, wie bei knappen Ressourcen während der Corona-Pandemie möglichst viele Menschen gerettet werden können.

Die ärztliche Hilfspflicht gelte unabhängig davon, wie das Verhalten des Betroffenen vorher war, sagte Georg Marckmann, Vorstand des Instituts für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, heute. "Es ist so, dass wir den Lungenkrebs des Rauchers genauso behandeln wie die koronare Herzerkrankung des Übergewichtigen. Und genauso werden wir natürlich auch die Covid-Erkrankung von jemand behandeln, der sich nicht geimpft hat", sagte Marckmann. Wichtigstes Entscheidungskriterium bleibe die Erfolgsaussicht einer Behandlung.


10:30 Uhr

Wieler und Spahn: Ausbreitung der Südafrika-Variante eindämmen

Lothar Wieler, Chef des Robert Koch-Instituts, hat sich besorgt über die in Südafrika aufgetretene neue Virusvariante geäußert: "Das ist eine Variante, die sehr viele Mutationen trägt, insbesondere im Spike-Protein." Einige davon seien schon vorher in anderen Varianten aufgetreten, so Wieler heute auf der wöchentlichen Corona-Pressekonferenz. "Es gibt noch weitere Mutationen, von denen bislang nicht klar ist, was sie biologisch bedeuten", sagte der Virologe. Er hoffe, dass die Ausbreitung durch Reisebeschränkungen eingedämmt wird. Stand jetzt sei ihm nicht bekannt, dass die Variante in Europa nachgewiesen worden wäre.

Im Hinblick auf die beschlossenen Flugbeschränkungen mit Südafrika sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU): "Das ist eine präventive Maßnahme, um einen Eintrag nach Deutschland zu verhindern." Eine zusätzliche Variante sei "das Letzte, was wir in dieser Situation brauchen". Ob die neue Variante zu einer verringerten Impfstoffwirksamkeit und schwereren Krankheitsverläufen führe, sei derzeit noch unklar.


10:17 Uhr

Spahn für vorgezogene MPK - Appelle zur Kontaktreduzierung

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat angesichts der dramatischen Corona-Lage Vorziehen des für den 9. Dezember geplanten Treffen der Regierungschefs von Bund und Ländern angeregt. "Das Beste wäre, die Ministerpräsidentenkonferenz tagt schon in den nächsten Tagen", sagte Spahn auf einer Pressekonferenz. "Die Lage ist so ernst wie noch zu keinen Zeitpunkt in der Pandemie", betonte er. Diese Welle werde aus den derzeitigen Schwerpunkten im Süden und Südosten Deutschlands weiter gen Westen und Norden ziehen. Noch offen sei, wie hoch ihr Scheitelpunkt wird. "Wir haben es in der Hand." Entscheidend seien Kontaktreduzierungen, Impfen und Testen.

Patientenverlegungen seien nicht unbegrenzt oft möglich, denn die Betten würden überall knapp, so Spahn. Die gute Nachricht: Die Impfkampagne nehme wieder Fahrt auf. In den letzten Tagen habe es insgesamt rund 300.000 Erstimpfungen gegeben.

"Mit jedem Kontakt, den wir nicht haben, helfen wir die vierte Welle zu verlangsamen", sagte Lothar Wieler, Chef des Robert Koch-Instituts, im Anschluss. Er appellierte erneut, sich impfen zu lassen und Masken zu tragen. "Wer vollständig geimpft ist, muss seltener ins Krankenhaus", betonte Wieler. Aber akut sei eins am wichtigsten: "Wir brauchen eine massive Reduktion der Kontakte - jetzt sofort."


09:59 Uhr

Wohl kein CDU-Bundesparteitag in Hannover

Die CDU muss ihren neuen Vorsitzenden wegen der dramatischen Corona-Lage offenbar erneut bei einem Online-Parteitag wählen. Der Bundesvorstand der Partei entschied nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen heute in einer digitalen Sitzung, das für den 21./22. Januar in Hannover in Präsenz geplante Treffen der Delegierten abzusagen. Stattdessen soll es am 22. Januar einen digitalen Parteitag geben.


09:45 Uhr

Neue Mutante: Deutschland schränkt Flugverkehr mit Südafrika ein

Deutschland wird Südafrika wegen der neu auftretenden Coronavirus-Mutante B.1.1.529 zum Virusvariantengebiet erklären. Die Regelung trete heute Nacht in Kraft, Fluggesellschaften dürften dann nur noch deutsche Staatsbürger in die Bundesrepublik befördern, teilte der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit.

Die Lufthansa hält die Flugverbindungen zu Südafrika vorerst aufrecht. "Wir setzen die Vorgaben um und werden weiter fliegen, auch um Menschen nach Hause zu bringen und Fracht zu transportieren", sagte ein Sprecher der Airline.

Die EU-Kommission will Reisen aus dem südlichen Afrika in die EU auf ein absolutes Minimum beschränken. Die Brüsseler Behörde werde den EU-Staaten vorschlagen, die dafür vorgesehene Notbremse auszulösen um den Luftverkehr auszusetzen, teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit.

Auch Großbritannien hatte bereits angekündigt, den Flugverkehr mit mehreren Ländern im südlichen Afrika einzuschränken. Laut britischem Gesundheitsministerium gibt es Hinweise, dass die Variante möglicherweise noch ansteckender ist als die Delta-Variante und die verfügbaren Impfstoffe weniger wirksam sind. Über die neue Variante berät heute voraussichtlich auch die Weltgesundheitsorganisation.

Weitere Informationen
Ein Flugzeug im Landeanflug. © NDR Foto: Julius Matuschik

Flugverkehr mit Südafrika wird eingeschränkt

Kanzleramtsminister Braun sprach von "sehr großen Sorgen". Andere Länder erließen ähnliche Einschränkungen. Mehr bei tagesschau.de. extern


09:41 Uhr

Grüne Woche abgesagt

Die Grüne Woche im Januar 2022 fällt wegen der stark steigenden Corona-Zahlen aus. Das teilten die Veranstalter der Agrar- und Ernährungsmesse der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Messe "lebt von den Begegnungen, vom Ausprobieren, Entdecken und Schmecken", erklärte der Projektleiter der IGW bei der Messe Berlin, Lars Jaeger. Unter den gegebenen Voraussetzungen wie Masken und Abständen ließen sich die Erwartungen der Besucherinnen und Besucher "nicht erfüllen".


09:06 Uhr

Luftwaffe startet am Nachmittag mit Verlegungsflügen

Die Luftwaffe wird sich von heute Nachmittag an mit einem Spezialflugzeug an der Verlegung von Intensivpatienten in der Corona-Pandemie beteiligen. Ein Airbus A310 MedEvac soll nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa um 14 Uhr auf dem bayerischen Flughafen Memmingen landen und Schwerkranke nach Münster-Osnabrück in Nordrhein-Westfalen fliegen.


08:50 Uhr

Ärztekammer-Präsident mahnt mehr Tempo bei Impfkampagne an

Ungeimpfte müssten weiter zur Impfung motiviert werden, sagt Ärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt im NDR Info Interview. Einen Lockdown hält er für aktuell nicht angemessen.

Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer © picture alliance/dpa Foto: Gregor Fischer
AUDIO: Ärztekammer-Präsident Reinhardt lehnt Lockdown ab (6 Min)

08:44 Uhr

Montgomery: Kliniken müssen sich auf Triage vorbereiten

Die Lage in den deutschen Krankenhäusern spitzt sich angesichts der stark steigenden Zahl von Corona-Infizierten dramatisch zu. Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, schlug Alarm: "Wir alle bereiten uns auf eine Triage vor", sagte Montgomery den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Ärzte versuchten alles, um diese letzte entsetzliche Entscheidung abzuwenden. Wenn eine Triage-Entscheidung nicht vermieden werden könne, dann werde jeder Patient unabhängig von seiner Herkunft, seiner Religion oder auch der Frage, ob er geimpft sei oder nicht, gleich behandelt. "Es zählt dann vor allem die klinische Erfolgsaussicht", sagte der Weltärztepräsident.

Der Greifswalder Bioinformatiker Lars Kaderali geht davon aus, "dass wir in zehn Tagen in Mecklenburg-Vorpommern Triagen in den Krankenhäusern haben werden". Jetzt gehe es eigentlich nur darum, dass es danach nicht noch weiter ansteige. "Wir haben ja sehr lange gar nicht reagiert und auf den Effekt der Impfungen gehofft." Das räche sich jetzt.


08:21 Uhr

Kinderärztin: Zunächst werden vorerkrankte Kinder geimpft

Gestern hat die europäische Arzneimittelagentur EMA die Zulassung des Impfstoffes von Biontech-Pfizer zur Zulassung für fünf- bis elfjährige Kinder empfohlen. Claudia Haupt vom Kinder- und Jugendärzteverband Hamburg sagte im Interview im NDR Info: "Da wir am Anfang beschränkt sein werden, was die Impfstoffmenge angeht, werden die gesunden Kinder nicht unmittelbar nach Einführung des Kinderimpfstoffes drankommen". Zunächst würden Kinder mit Vorerkrankungen wie Diabetes, Herz- oder Lungenschwäche, Immundefekten, schwerstbehinderte und stark übergewichtige Kinder geimpft.

Dr. Claudia Haupt © NDR Foto: Screenshot
AUDIO: Kinderärzteverband: Wie und wann Kinder jetzt geimpft werden können (7 Min)

07:50 Uhr

Niedersachsens CDU fordert Notmaßnahmen

Angesichts weiter rasch steigender Infektionszahlen hat der niedersächsische CDU-Chef Bernd Althusmann schnelleres Handeln gefordert. "Da absehbar ist, dass sich die Lage zuspitzt, sollte der Landtag früher als geplant zusammenkommen und möglicherweise den Katastrophenfall ausrufen, wie es in Bayern geschehen ist", sagte der Politiker der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". In Katastrophenfällen könnten die Behörden schneller handeln und müssen parlamentarische Verfahren nicht abwarten.

Der niedersächsische CDU-Generalsekretär Sebastian Lechner pocht nach Auslaufen der epidemischen Lage von nationaler Tragweite auf einen Alleingang seines Landes. "Ich fordere eine Sondersitzung des Landtags, damit das Land ganz schnell eine eigene epidemische Notlage für Niedersachsen erklärt", sagte er dem Politikjournal "Rundblick". Damit die Ausnahmebestimmungen unabhängig von der veränderten Rechtslage auf Bundesebene wieder angewandt werden könnten, sei nun Schnelligkeit geboten. Auslöser war dem Bericht zufolge, dass etwa Sitzungen von Kommunalvertretungen zunächst nicht mehr hybrid, also in Präsenz und per Video, abgehalten werden konnten.


07:18 Uhr

Neue Virusvariante: Großbritannien streicht Flüge

Großbritannien stellt wegen einer neuen Corona-Variante den Flugverkehr mit mehreren Ländern im Süden Afrikas ein. Betroffen von der Maßnahme sind unter anderem Südafrika, Namibia und Simbabwe. Laut dem britischen Gesundheitsministerium gibt es Hinweise, dass die Variante möglicherweise noch ansteckender sei als die Delta-Variante und die verfügbaren Impfstoffe weniger wirksam seien. Über die neue Variante berät heute voraussichtlich auch die Weltgesundheitsorganisation. Auch in Hong Kong soll es schon mindestens einen bestätigten Fall geben.


06:57 Uhr

Inzidenz in Niedersachsen erstmals über 200

Heute hat das Robert Koch-Institut für Niedersachsen 3.415 labordiagnostisch bestätigte Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Es sind 11 weitere Todesfälle verzeichnet worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt im Landesdurchschnitt 201,2 Fälle je 100.000 Einwohner (Vortag: 195,1; Vorwoche: 154,2). Damit steigt sie auf einen erneuten Höchstwert und überschreitet erstmals die 200er-Marke.


06:45 Uhr

Niedersachsen: Tischtennisverband nennt 2G-Plus-Regelung "eine Katastrophe"

Im niedersächsischen Amateursport fürchtet man nach dem Inkrafttreten der neuen Corona-Verordnung mit einer flächendeckenden 2G-Regelung bereits die nächste Warnstufe im Land. Die würde bedeuten, dass Sport in Innenräumen nur noch nach der 2G-Plus-Regelung möglich ist. Geimpfte oder genesene Hallensportler müssten sich dann zusätzlich noch einmal testen lassen. "Es ist eine Katastrophe", sagte Heinz Böhne, der Präsident des Tischtennis-Verbands Niedersachsen. Sollte beim Hallensport die 2G-Plus-Regelung eingeführt werden, dann könnten seiner Meinung nach viele Vereine den Trainings- und Spielbetrieb nicht mehr aufrechterhalten. Der organisatorische Aufwand sei dann zu hoch.


06:33 Uhr

Impfdruck zeigt in Hamburg offenbar Wirkung

Der Druck auf ungeimpfte Hamburgerinnen und Hamburger zeigt offenbar Wirkung: In der vergangenen Woche gab es jeden Tag mehr als 1.000 Erstimpfungen in den städtischen Impfstellen. Vorher waren es nur halb so viele, wie NDR 90,3 berichtet. Auch die Zahl der Auffrischungsimpfungen ist demnach zuletzt deutlich gestiegen, auf mehr als 10.000 vergangene Woche.

Weitere Informationen
Ein Arzt zieht eine Spritze mit einem Impfstoff aus einer Ampulle auf. © imago images/Bihlmayerfotografie

Zahl der Erstimpfungen in Hamburg zuletzt stark gestiegen

Der Druck auf Ungeimpfte ist zuletzt in Hamburg gewachsen. Das wirkt sich jetzt offenbar auch auf die Impfzahlen aus. mehr


06:29 Uhr

Bremens Gesundheitssenatorin für Impfungen in Apotheken

Angesichts weiter steigender Corona-Zahlen hat sich auch Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) für Corona-Schutzimpfungen in Apotheken ausgesprochen. "Wir brauchen in der aktuellen Situation Tempo bei den Impfungen, da müssen wir auch weitere Impfmöglichkeiten in Erwägung ziehen", sagte Bernhard der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (heutige Ausgabe). Zuvor hatte bereits Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) die Einbindung der Apotheken befürwortet. Auch der Niedersächsische Landkreistag (NLT) sprach sich für diese Möglichkeit aus. "In der aktuellen Situation ist jede Unterstützung willkommen. Das ließe sich vielerorts sicher gut machen", sagte NLT-Hauptgeschäftsführer Hubert Meyer.


06:00 Uhr

Erneuter Höchststand bei bundesweiter Fallzahl und Inzidenz

Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut (RKI) übermittelten Corona-Neuinfektionen hat heute erneut einen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsämter meldeten 76.414 Fälle in 24 Stunden. Vor genau einer Woche waren es 52.970 erfasste Neuinfektionen gewesen. Die Sieben-Tage Inzidenz gab das RKI mit 438,2 an - ebenfalls ein Höchstwert. Gestern hatte der Wert bei 419,7 gelegen, vor einer Woche bei 340,7 (Vormonat: 113,0). Bundesweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 357 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 201 Todesfälle. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI gestern mit 5,79 an (Mittwoch: 5,74). Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 in den Bundesländern können dort jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängt werden.


05:55 Uhr

Impfstellen in Schleswig-Holstein starten

In Schleswig-Holstein nehmen heute 24 sogenannte Impfstellen ihre Arbeit auf. Eine Art Startschuss gibt es um 13 Uhr in Eutin. Die Impfstellen im Land sollen vor allem das Tempo bei den Covid-19-Auffrischungsimpfungen erhöhen. Damit sollen nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein die Praxen der niedergelassenen Ärzte bei den Corona-Impfungen unterstützt und entlastet werden. Impftermine können nur online gebucht werden - und zunächst nur für Menschen über 60 Jahre.

Weitere Informationen
Aufgezogene Impfspritzen und Pflaster liegen in Nierenschalen aus Pappe. © picture alliance / dpa Foto: Axel Heimken

Schon 38.000 Termine für neue Impfstellen in SH vergeben

Seit Donnerstag dürfen über 60-Jährige eine Impfung buchen. Das Onlineportal dafür funktioniert laut Minister Garg bisher gut. mehr


05:50 Uhr

Abonnieren Sie den kostenlosen NDR.de Newsletter!

Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie bleibt NDR.de Ihre zuverlässige Informationsquelle. Neben diesem Live-Ticker halten wir Sie außerdem von montags bis freitags immer nachmittags mit dem NDR Newsletter über die Ereignisse aus norddeutscher Sicht auf dem Laufenden. Zum kostenlosen Abonnieren reicht die Eingabe Ihrer Mail-Adresse aus.


05:45 Uhr

Schleswig-Holstein: 684 Neuinfektionen gemeldet

Die Sieben-Tage-Inzidenz neu gemeldeter Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein ist nur leicht gestiegen. Das geht aus den Daten der Landesmeldestelle hervor. Demnach liegt der Wert aktuell bei 152,8 je 100.000 Einwohner - nach 152,5 am Vortag. Binnen 24 Stunden wurden 684 neue Infektionen gemeldet. Das waren 270 weniger als am Vortag, als ein neuer Höchstwert für Schleswig-Holstein gemeldet wurde. Im Vergleich der Bundesländer hat Schleswig-Holstein laut Robert Koch-Institut weiterhin die geringste Sieben-Tage-Inzidenz. 40 Covid-Patienten werden derzeit auf Intensivstationen behandelt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um drei auf 1.783.


05:40 Uhr

Service: Inzidenzwert für Ihren Wohnort ermitteln

Die Sieben-Tage-Inzidenzen der Corona-Neuinfektionen sind auch in Norddeutschland in Bewegung. Wenn Sie wissen wollen, wie die Inzidenz in Ihrer Stadt oder in Ihrem Landkreis ist, tippen Sie einfach hier Ihre Postleitzahl ein.


05:40 Uhr

Neuer Corona-Live-Ticker startet

Guten Morgen! NDR.de hält Sie auch heute - am Freitag, 26. November - über die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in Norddeutschland auf dem Stand der Dinge. Im Ticker finden Sie alle wichtigen Nachrichten und außerdem Inhalte aus den NDR Hörfunk- und Fernseh-Sendungen. Die Ereignisse von gestern können Sie im Blog vom Donnerstag nachlesen.

FAQ, Podcast und Hintergrund
Ein Schild mit der Aufschrift "2G-Regelung. Bitte Impfnachweis" hängt am Fenster eines Lokals in Hamburg. © picture alliance / dpa Foto: Daniel Bockwoldt

Corona-Regeln: Bund und Länder bereiten strengere Maßnahmen vor

Vor der Bund-Länder-Runde heute sind Beschränkungen vor allem für Ungeimpfte im Gespräch. Und die allgemeine Impfpflicht rückt näher. mehr

Geimpfte in Norddeutschland

Corona-Impfquote: Aktuelle Zahlen zu den Impfungen im Norden

Wie viele Menschen in Norddeutschland haben bislang eine Corona-Impfung erhalten? Aktuelle Zahlen zur Impfquote. mehr

Ein Pflaster klebt auf dem Arm einer jungen Frau. © Colourbox Foto: Csaba Deli

Coronavirus-Update: Alle Folgen

Der Virologe Christian Drosten liefert im Podcast Coronavirus-Update Expertenwissen - zusammen mit Virologin Sandra Ciesek. Hier alle Folgen in der Übersicht. mehr

Eine Zusammenstellung von Bildern: Christian Drosten, eine Flasche Cocid 19 Vaccine, Eine alte Frau bei der ein Corona Test durchgeführt wird. © picture alliance, colourbox Foto: Michael Kappeler

Corona-Chronologie: Die Ereignisse im Norden

Ende 2019 bricht in China eine bis dato unbekannte Lungenkrankheit aus. Wenige Wochen später gibt es den ersten Fall im Norden. mehr

Eine Laborantin sitzt an einem Mikroskop in einem abgedunkelten Labor © Colourbox

Was Sie zum Coronavirus wissen müssen

Die Corona-Pandemie hat den Alltag massiv verändert. Was muss weiter beachtet werden? Woran wird geforscht? Fragen und Antworten. mehr

Mehr Nachrichten

Ein großer Baum liegt auf dem Dach eines Pkw. © NonstopNews

Sturm im Norden: Viele Einsätze - Baum verletzt Mann tödlich

Tief "Daniel" fegte vielerorts Äste auf die Straßen und riss Bäume um. In Niedersachsen starb dadurch ein Autofahrer. mehr