Stand: 27.04.2023 00:01 Uhr

Afghanistan: Worauf man beim Spenden achten sollte

von Philipp Nöhr

Nach dem Rückzug der US-geführten Militärallianz im August 2021 haben radikal-islamische Taliban in Afghanistan erneut die Macht übernommen - und seitdem die Rechte für die Menschen im Land drastisch eingeschränkt. Zudem besteht in Afghanistan eine der größten humanitären Notlagen weltweit. Wie kann der Bevölkerung im Land am besten geholfen werden? Welche Hilfsorganisationen beteiligen sich? Ein Überblick mit Fragen und Antworten.

Wie ist die aktuelle Situation in Afghanistan?

Ein Grund für die humanitäre Krise in Afghanistan sind Trockenheit und Dürre, die zu Lebensmittelknappheit im Land führen. Die Folge: 875.000 Kinder sind laut Angaben der UNO-Flüchtlingshilfe unterernährt, zudem sind insbesondere Schwangere oder stillende Mütter gefährdet. Insgesamt 20 Millionen Afghaninnen und Afghanen leiden unter akuter Ernährungsunsicherheit. Außerdem haben die Taliban die Menschenrechte deutlich eingeschränkt: So ist Mädchen der Besuch der Schule nach der sechsten Klasse verboten, Frauen dürfen keine Universitäten mehr besuchen und nicht mehr ohne männliche Begleitung reisen. Viele Mädchen und Frauen verlassen deshalb das Land. So waren im Jahr 2021 unter den afghanischen Geflüchteten laut UNO-Flüchtlingshilfe zu 80 Prozent Frauen. Seit vergangenem Jahr sind insgesamt rund 1,6 Millionen Menschen aus Afghanistan geflohen.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Aktuell | 27.04.2023 | 06:22 Uhr

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