Eine lange Schlange von Impfwilligen wartet vor dem Impfzentrum im Islamischen Zentrum Brennerstrasse im Hamburger Stadtteil St. Georg, um dort das offene Impfangebot wahrzunehmen. © picture alliance / dpa Foto: Markus Scholz

Warteschlangen beim Impfen: Hamburg will Angebote ausweiten

Stand: 23.11.2021 17:39 Uhr

Lange Warteschlangen vor den Impfstellen in Hamburg und wenig Chancen bei Online-Buchungen: Für eine Corona-Booster-Impfung braucht man in Hamburg Geduld. Aber die Angebote sollen ausgeweitet werden.

"Leider wurde kein freier Termin gefunden": Diese Information bekommen Hamburgerinnen und Hamburger derzeit angezeigt, wenn Sie einen Impftermin über das Buchungsportal der Stadt vereinbaren wollen. Und wer das Angebot von Impfteams annehmen will, muss lange Warteschlangen in Kauf nehmen - so wie am Montag vor der Elbphilharmonie, wo Impfwillige mehrere Hundert Meter lang anstehen mussten.

Mehr Angebote im Laufe der Woche

Die Angebote werden laut Gesundheitsbehörde aber derzeit ausgeweitet, im Laufe der Woche sollen mehr Impf-Möglichkeiten dazukommen. Zusätzliche Facharztpraxen würden mit in das Impfgeschehen einsteigen, betriebsmedizinische Angebote würden geplant, zudem würden die Kliniken Zahl und Größe ihrer Impfzentren vergrößern und auch die städtischen Angebote nähmen zu, wodurch bald neue Termine freigeschaltet würden. Es soll sechs zusätzliche Impfstellen geben - zum Beispiel in der Hamburger Meile und dem Phoenix-Center in Harburg. Und die mobilen Impfteams sollen noch mal um 100 Kräfte aufgestockt werden.

Walter Plassmann von der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg kündigte am Dienstag an, dass künftig auch mehr Fachärzte in ihren Praxen impfen werden. Nach seinen Angaben gibt es pro Tag 10.000 Impfungen in den Hamburger Arztpraxen - Ziel ist aber nach wie vor, auf 100.000 in der Woche zu kommen.

Leonhard: "Kein Grund zur Hektik"

"Alle, für die eine entsprechende Empfehlung vorliegt, können eine Auffrischungsimpfung erhalten - aber nicht alle auf einmal", betonte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Montag. In den kommenden Tagen und Wochen kämen erhebliche Kapazitäten mit dazu. "Es besteht also kein Grund zur Hektik!"

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Die Behörde wies darauf hin, dass die städtischen Impfangebote nur eine Ergänzung seien. Zunächst sollten sich die Bürgerinnen und Bürger an ihren Hausarzt oder ihre Hausärztin wenden und - wenn das nichts bringe - sich eine Praxis aus einer nach Stadtteilen sortierten Liste der Kassenärztlichen Vereinigung aussuchen. Erst wenn auch das nicht zum Erfolg führe, sollten die Menschen die städtischen Online-Angebote nutzen.

Booster-Impfung: Wirkstoff kann man sich nicht aussuchen

Eine Booster-Impfung gibt es aber frühestens vier Monaten nach der letzten Impfung - etwa für vorerkrankte oder sehr alte Menschen. Für alle anderen in der Regel nach einem halben Jahr. Den Wirkstoff aussuchen kann man sich nicht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.11.2021 | 17:00 Uhr

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