Boostern: In Hamburg jede Woche bis zu 160.000 Impftermine

Stand: 19.11.2021 14:18 Uhr

Hamburg will mehr Tempo machen beim Boostern: Bis zu 160.000 Impfungen sollen insgesamt Woche für Woche möglich sein, das hat Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Freitag in Harburg angekündigt.

Am Anfang könnte es eng werden, räumte Leonhard ein. Aber wenn sich alle Erwachsenen ab 18 Jahren tatsächlich erst nach sechs Monaten die dritte Impfung abholen, dann sollte es aus ihrer Sicht auch funktionieren. Ihre Rechnung ist dabei ganz einfach: Jede Woche kommen durchschnittlich 75.000 Hamburgerinnen und Hamburger dazu, deren Impfung ein halbes Jahr zurückliegt. Für sie gebe es eine Kapazität von bis zu 160.000 Impfungen. Die meisten davon in den Arzt-Praxen, viele aber auch in Krankenhäusern und bei den mobilen Teams in den Stadtteilen.

Wie man an seine Booster-Spritze gelangt

Die Sozialbehörde schlägt folgenden Weg vor: Wer eine Auffrischungsimpfung haben möchte, sollte sich zunächst an die Praxis des eigenen Hausarztes, der Hausärztin, des Facharztes oder der Fachärztin wenden. Alternativ könne man sich auch - falls vorhanden - an seinen betriebsärztlichen Dienst wenden. Sollte es dort nicht möglich sein, könne man in den Praxen in der Nähe des Wohnorts nachfragen. Dafür gibt es von der Kassenärztlichen Vereinigung eine nach Stadtteilen sortierte Liste mit mehr als 100 Praxen, die Booster-Impfungen anbieten.

Demnächst 21 dezentrale Impfzentren

Darüber hinaus gibt es in Hamburg zusätzliche städtische Angebote, die erheblich ausgeweitet werden sollen. Dort kann man Termine für die Impfzentren in den Bezirken online buchen. Demnächst soll es 21 dezentrale Impfzentren geben, vor allem die Krankenhäuser gehören dazu.

Mobile Teams weiter unterwegs

Kurzfristig gibt es weiterhin auch die Angebote der mobilen Teams, die man online finden kann. Hier kann es jedoch bei hoher Nachfrage zu Wartezeiten kommen.

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Impfzentrum in den Messehallen wird nicht wiedereröffnet

Das große Impfzentrum in den Messehallen soll nicht wiedereröffnet werden. "Die Lage ist ganz anders als im Frühjahr", sagte Leonhard. Es gebe nun mehrere Akteure, die Impfungen anbieten. "Wir werden die mehr als 1,4 Millionen Menschen, die in Hamburg schon geimpft sind, nicht in einer Woche auffrischen können", sagte Leonhard. Daher sollen etwa ältere Menschen den Booster weiterhin zuerst erhalten. Mit den großen Kapazitäten werde es aber gelingen, das schrittweise und zügig abzuarbeiten.

Stiko erweitert Empfehlung

Laut Sozialbehörde steigt die Nachfrage nach den Booster-Impfungen. Bisher hätten mehr als 13 Prozent der Menschen ab 60 Jahren eine dritte Spritze erhalten. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte sich am Donnerstag für ein deutlich breiteres Auffrischen ausgesprochen. Alle Menschen ab 18 Jahren sollen künftig eine Booster-Impfung erhalten können. Auch ein flexiblerer Umgang mit dem Zeitabstand ist demnach vorgesehen: "Die Auffrischimpfungen sollen in der Regel im Abstand von sechs Monaten zur letzten Impfstoffdosis der Grundimmunisierung erfolgen. Eine Verkürzung des Impfabstandes auf fünf Monate kann im Einzelfall oder wenn genügend Kapazitäten vorhanden sind erwogen werden."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 19.11.2021 | 13:00 Uhr

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