Stand: 13.03.2018 11:44 Uhr

Taxifahrer protestieren gegen neuen Fahrdienst

Taxifahrer in Hamburg wehren sich gegen geplante Sammel-Kleinbusse einer VW-Tochter. Aus Protest boykottierten viele von ihnen am Montag unter anderem den Hamburger Flughafen. Für viele Reisende bedeutete das längere Wartezeiten.

Fahrpreis zwischen Bus und Taxi

20, 30 Minuten und noch länger warteten ankommende Reisende am Flughafen, bevor sie ein Taxi bekamen. Auf dem Sammelplatz, wo an normalen Tagen schon mal 200 Wagen warten, standen nur noch etwa zwei Dutzend Fahrzeuge bereit. Ein sichtbares Zeichen des Protestes gegen ein Unternehmen, das die Taxifahrer als die größte Bedrohung für ihren Berufsstand ansehen. Die VW-Tochter Moia will in Hamburg bis zu 1.000 Sammeltaxen einsetzen: elektrisch betrieben, zu bestellen über das Handy und zum Fahrpreis zwischen Bus und Taxi. Start soll im Laufe des Jahres sein.

Die Konsequenzen daraus für das traditionelle Taxigewerbe wären vernichtend, sagt etwa Ivica Krijan, Taxiunternehmer mit drei Wagen. Er strengt auch eine Klage an, bekommt dabei Rückendeckung von den beiden großen Branchenverbänden, der Hamburger Taxen-Union und des Hamburger Taxenverbands.

Moia sieht Angebot nicht als Konkurrenz zu Taxen

Moia sieht sein Konzept der elektrisch betriebenen Sammeltaxen dagegen nicht als Konkurrenz zu den Taxen, sondern als Ergänzung. Die Hamburger Hochbahn will Moia an sein "Switch-System" anbinden. Das heißt, die Fahrgäste können dann nahtlos zwischen den Verkehrsmitteln umsteigen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 12.03.2018 | 15:00 Uhr

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