Seit Montag gelten schärfere Corona-Regeln in Hamburg

Stand: 26.10.2020 12:21 Uhr

Seit Montag gelten in Hamburg verschärfte Corona-Regeln. Jetzt dürfen sich maximal 10 Menschen aus zwei Haushalten treffen - egal, ob zu Hause oder draußen.

Zunächst bis Ende November dürfen sich nur noch bis zu zehn Menschen aus maximal zwei Haushalten treffen. Das gilt zu Hause, an öffentlichen Orten - wie zum Beispiel im Restaurant oder im Kino - sowie im Freien. Das gab der Senat bereits am Freitag bekannt. Am Montag trat diese Regel in Kraft. In der ersten Phase der Pandemie habe sich eine solche Einschränkung bereits zur Unterbrechung von Infektionsketten bewährt, hatte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) erklärt.

Ausnahmen gebe es nur für Patchwork-Familien und für Kinder unter zwölf Jahre, hieß es. Das gemeinsame Spielen oder ein Kindergeburtstag sind demnach zu Hause möglich, aber nach Angaben des Senats maximal zu zehnt - also zum Beispiel mit bis zu neun Kindern unter zwölf Jahren aus bis zu neun unterschiedlichen Haushalten und einem Erwachsenen. Davon unberührt bleiben auch die bestehenden Vorgaben für Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen, wie zum Beispiel in Kinos und Kultureinrichtungen. Die bisherigen Regeln für den Sport bleiben gültig.

Tschentscher: Sanktionen bei Regelbruch sind richtig

Tschentscher rief am Montag angesichts stark gestiegener Corona-Infektionszahlen erneut dazu auf, die geltenden Corona-Regeln unbedingt zu befolgen. Die Politik habe wichtige Maßnahmen ergriffen wie zum Beispiel die Einführung von Sperrstunden in der Gastronomie, sagte der SPD-Politiker im ARD-Morgenmagazin. Jetzt müssten sich alle daran halten. Bei Regelbrüchen hält Tschentscher Sanktionen für angebracht. "Wir haben ja auch Gastronomen, die im Keller mit fast 100 Personen Partys organisieren - während der Sperrstunde", sagte er. Das sei "sehr, sehr verantwortungslos" und riskiere den Gesamterfolg der Strategie.

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Fegebank: "Dinge nicht einfach laufen lassen"

"Wir müssen die Kurve abflachen", sagte die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne). Die neuen Regelungen seien erneut ein tiefer Eingriff in die Freiheit. "Wir tun das schweren Herzens mit dem Wissen um die Konsequenzen für viele, die das sehr hart trifft. Aber wir können und wollen die Dinge nicht einfach laufen lassen."

Innensenator Andy Grote (SPD) hatte am Freitag Kontrollen und auch Bußgelder im Falle von Verstößen angekündigt, sagte aber nichts zur Höhe der Bußgelder. Zudem wird das Alkoholausschankverbot für den frühen Morgen ausgeweitet. Nach der von 23 bis 5 Uhr gehenden Sperrstunde darf seit heute bis 10 Uhr kein Alkohol verkauft werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 26.10.2020 | 06:00 Uhr

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