Ein Heizstrahler steht im Außenbereich eines Restaurants. © dpa/picture-alliance Foto: Gero Breloer

Rot-Grün will Heizpilze vorübergehend erlauben

Stand: 29.09.2020 18:07 Uhr

Die Corona-geplagte Gastronomie darf nun wohl doch hamburgweit Heizpilze einsetzen: Nach parteiinternem Streit der Grünen schlägt das rot-grüne Regierungsbündnis eine Ausnahmeerlaubnis bis zum Mai vor.

Der Streit um die klimaschädlichen Heizpilze hatte Hamburgs Grüne erhitzt: In drei Bezirken beschlossen Bezirksversammlungen auf Antrag der Grünen, die meist mit Gas betriebenen Wärmequellen zu verhindern. Damit stellten sie sich gegen die eigenen Senatoren für Umwelt, Jens Kerstan, und der Bezirke, Katharina Fegebank.

"Möglichst hamburgweit"

Die beiden setzten sich nun weitgehend durch: Der Senat soll sich jetzt einsetzen, "möglichst hamburgweit" die Wärmestrahler bis Mai für die Außengastronomie zu gestatten. Das beschließt aber nicht der Senat, sondern soll am Mittwoch durch die Bürgerschaft abgesegnet werden.

Man wolle Einheitlichkeit, sagte Senatssprecherin Julia Offen. "Niemand wünscht sich in Eimsbüttel eine andere Regelung als in Altona. Das war die oberste Prämisse, um alle an Bord zu holen. Das hat ein bisschen gedauert, aber ich glaube, wir haben jetzt eine sehr gute Lösung."

Wer verzichtet, bekommt Klimabonus

Es gibt aber auch Zugeständnisse an die Heizpilz-Gegner: Ab Mai sollen die Heizpilze in Hamburg dann dauerhaft verboten werden. Und Gastronominnen und Gastronomen, die auf Heizpilze verzichten, sollen einen finanziellen Klimabonus bekommen - eine Art Gebührennachlass für die Außengastronomie.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 29.09.2020 | 18:00 Uhr

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