Stand: 29.04.2019 13:41 Uhr

Radfahrer absichtlich angefahren: Geldstrafe

Nach einem Ausraster im Straßenverkehr hat das Amtsgericht Hamburg-St. Georg am Montag einen Autofahrer zu einer Geldstrafe von 10.500 Euro verurteilt. Der 57-Jährige hatte einen Radfahrer und zwei Passanten bewusst angefahren.

Über den Radfahrer geärgert

Die Auseinandersetzung hatte sich im Oktober 2016 am Lübeckertordamm in St. Georg abgespielt: Der Angeklagte ärgerte sich über einen Radfahrer, der vor ihm auf der Straße statt auf dem Radweg fuhr. Erst fuhr er ihm so dicht auf, dass er das Fahrrad streifte und der Radfahrer stürzte. Als der sich empört vor den Wagen stellte, gab der Angeklagte wieder leicht Gas.

Auch auf Passanten zugefahren

Dann kamen noch zwei Passanten dazu, um den 57-Jährigen an der Flucht zu hindern. Der hielt mit seinem Golf auf alle drei zu und verletzte einen Mann am Bein.

Der Angeklagte, ein Verwaltungsbeamter, hatte vor dem Amtsgericht gesagt, er habe sich durch den Radfahrer provoziert gefühlt und ihn allenfalls versehentlich gestreift. Der Richter aber verurteilte ihn wegen gefährlicher Körperverletzung und Nötigung zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen. Damit ist der Beamte nun vorbestraft.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 29.04.2019 | 13:00 Uhr

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