Containerschiffe werden am Terminal Burchardkai in Waltershof im Hamburger Hafen abgefertigt. © picture alliance/dpa Foto: Marcus Brandt

Probleme in der Schifffahrt dauern an - noch bis 2023?

Stand: 17.11.2021 07:04 Uhr

Seit mehr als einem Jahr ist weltweit der Containertransport durcheinander, Schiffe sind in Folge der Corona-Pandemie verspätet. Auch in einem Jahr werde dabei noch nicht alles wieder rund laufen, meinen Reedereien und Hafenbetreiber wie die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA).

Es seien Schockwellen, die noch lange anhalten, glaubt Otto Schacht von der weltgrößten Spedition Kühne+Nagel in Hamburg. Viele Waren, die eigentlich für das Weihnachtsgeschäft gedacht waren, seien noch auf See und kämen nicht rechtzeitig an.

600 Schiffe warten auf Abfertigung

Weltweit warten rund 600 große Containerschiffe darauf, dass sie in Häfen abgefertigt werden. Nur noch jedes dritte Schiff ist pünktlich. Vor allem in den USA fehlen Lastwagenfahrer und -fahrerinnen, die Boxen aus den Häfen ins Hinterland bringen.

Nachfrage ungebremst

Corona sei noch nirgendwo auf der Welt gebannt, sagte die Chefin der HHLA, Angela Titzrath, bei einer Online-Dískussion am Dienstag. Gleichzeitig gebe es keine Anzeichen, dass die Nachfrage nach Konsumgütern wie Möbeln, Fahrrädern oder Elektronik nachlasse, so Hapag-Lloyd-Vorstand Rolf Habben Jansen. Der Chef der Reederei geht davon aus, dass sich die Lage erst wirklich entspannt, wenn viele neue Schiffe gebaut werden. Das aber dauert - voraussichtlich bis 2023.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.11.2021 | 08:00 Uhr

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