Öffnung Dove-Elbe vom Tisch - Widerstand an Alter Süderelbe

Stand: 11.12.2020 20:05 Uhr

Wie können immer höhere Fluten an der Hamburger Elbe verhindert werden - und wie bekommt die Natur gleichzeitig mehr Platz? Die Dove-Elbe im Osten Hamburgs soll jedenfalls nicht wieder an die Tide angeschlossen werden.

Darauf haben sich die Regierungsparteien SPD und Grüne geeinigt. Sie folgen damit Empfehlungen des Forums Tideelbe. Stattdessen nimmt Rot-Grün jetzt verstärkt die Alte Süderelbe in Finkenwerder ins Visier - und dort wächst der Widerstand.

"Wir werden es nicht hinnehmen"

Die Interessengemeinschaft Alte Süderelbe bereitet sich auf neue Proteste vor. "Wir werden es nicht hinnehmen, dass in Finkenwerder und der Umgebung viel Natur geopfert wird - und Obstbauern neue Probleme bekommen", sagte Initiativensprecherin Patricia Maciolek zu NDR 90,3. Auch juristisch wollen die Betroffenen an der Alten Süderelbe gegen einen Tideanschluss vorgehen.

Eine Expertenrunde hatte im Forum Tideelbe in den vergangenen Jahren verschiedene Möglichkeiten geprüft - am Ende blieben drei übrig: Neben der Dove-Elbe und der Alten Süderelbe auch die Haseldorfer Marsch in Schleswig-Holstein. Die letzten beiden Varianten sollen nach dem Willen der Regierungsfraktionen jetzt genauer unter die Lupe genommen werden.

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Zwei Pferde auf einer Koppel am Ufer der Dove Elbe. © Laura Schneider/ NDR 90,3 Foto: Laura Schneider

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 11.12.2020 | 12:00 Uhr

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