Stand: 08.02.2019 14:30 Uhr

Öffentlicher Dienst: Warnstreiks angekündigt

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Beschäftigte des öffentlichen Dienstes demonstrierten bereits am Dienstag auf dem Gänsemarkt für mehr Geld.

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder lassen die Gewerkschaften jetzt auch in Hamburg die Muskeln spielen: Nach der ergebnislosen zweiten Verhandlungsrunde rufen sie die in den kommenden Wochen zum Warnstreik auf.

Sprung in die Alster geplant

Den Anfang macht am kommenden Dienstag der Beamtenbund: Unter dem Motto "Der öffentliche Dienst geht baden" springen dann unter anderem angestellte Polizisten, Feuerwehrleute und Verwaltungsmitarbeiter in die eisige Alster. Die Demonstration soll von einem ganztägigen Hamburg-weiten Warnstreik begleitet werden. Das betrifft dann neben Polizei und Feuerwehr zum Beispiel auch den Landesbetrieb Verkehr und die Kinder- und Jugendnothilfe.

Ab 18. Februar Bezirksämter betroffen

In der folgenden Woche sind dann die Mitarbeiter aller Bezirksämter aufgefordert zu streiken. Für die Hamburger heißt das: Voraussichtlich geht am Montag den 18. Februar in den Ämtern wenig bis gar nichts. In den Bezirksämtern ist die Stimmung derzeit wegen der zuhnehmenden Arbeitsbelastungen ohnehin angespannt.

Eine Einigung im Tarifstreit ist nicht in Sicht. Auch in der am Donnerstag beendeten zweiten Verhandlungsrunde hatte die Tarifgemeinschaft der Länder kein Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro pro Monat mehr für die Angestellten des öffentlichen Dienstes.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.02.2019 | 14:00 Uhr

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