Stand: 02.05.2019 14:05 Uhr

Nord-Regierungschefs setzen auf Wasserstoff

Die norddeutschen Länder wollen die Energiewende aktiv zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts nutzen. Im Zentrum steht dabei die Herstellung "grünen Wasserstoffs" aus Windenergie, mit dem die Klimaziele erreicht werden könnten, wie Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Donnerstag nach einem Treffen mit seinen Kollegen aus Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, Stephan Weil (SPD), Carsten Sieling (SPD), Daniel Günther (CDU) und Manuela Schwesig (SPD) ausführte.

Regierungschefs der Nordländer gruppieren sich für ein Foto.

Klimaschutz beschäftigt Nord-Regierungschefs

Hamburg Journal -

Die fünf norddeutschen Regierungschefs wollen die Klimaziele einhalten. In diesem Zusammenhang setzen sie vor allem auf den Ausbau der "grünen Wasserstofftechnologie".

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Voraussetzungen im Norden günstig

Die Regierungschefs sind sich einig: sie wollen die Klimaziele einhalten. Nur mit Fortschritten beim Ersatz von fossilen Stromlieferanten komme man aber nicht weit genug. Deshalb setzen sie auf sogenannten grünen Wasserstoff, mit dem zum Beispiel Windstrom gespeichert und später für Busse genutzt werden kann. Norddeutschland stehe bereit, Vorreiter für den Ausbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft zu sein, heißt es in dem Eckpunkte-Papier der norddeutschen Regierungschefs. Die Voraussetzungen seien günstig: reichlich Windstrom, industrielle Abnehmer und Produktionsmöglichkeiten sind vorhanden.

Bessere Rahmenbedingungen gefordert

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Die norddeutschen Regierungschefs wollen auf den sogenannten grünen Wasserstoff setzen.

Bisher ist die Wasserstoffnutzung im großen Stil allerdings nicht wettbewerbsfähig. Die Regierungschefs fordern deshalb vom Bund bessere Rahmenbedingungen. Außerdem müsse die EU dafür sorgen, dass umweltfreundliche Technologien günstiger sind als schädliche. Bis Ende dieses Jahres soll die norddeutsche Wasserstoffstrategie stehen und bis 2025 sollen erste Ziele erreicht sein.

Vorerst letzte Konferenz unter Vorsitz Hamburgs

Es war die letzte Konferenz Norddeutschlands unter dem Vorsitz von Hamburgs Bürgermeister Tschentscher. Danach übernimmt turnusgemäß Niedersachsens Ministerpräsident Weil die Leitung. Über die Konferenz koordinieren die Nordländer ihre gemeinsamen Interessen etwa gegenüber dem Bund und der EU insbesondere im maritimen, wirtschaftlichen und strukturpolitischen Bereich.

Weitere Informationen

Nord-Regierungschefs wollen Europa stärken

Bei einem Treffen der norddeutschen Regierungschefs ist in Hamburg die Erklärung "Der Norden für Europa" unterzeichnet worden. Darin wird an die Bürger appelliert, an der Europawahl teilzunehmen. (04.04.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 02.05.2019 | 14:00 Uhr

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