Neuer Pop-up-Radweg in der Hamburger Hafencity

Stand: 28.03.2021 13:02 Uhr

In der Hamburger Hafencity ist am Sonntag ein neuer Pop-up-Radweg für den Verkehr freigegeben worden. Er ist 1,85 Kilometer lang und 2,80 bis 3,70 Meter breit.

Ab sofort können Radfahrerinnen und Radfahrer zwischen Sandtorkai und Brooktorkai auf einem eigenen Fahrstreifen unterwegs sein. Ziel ist laut Verkehrsbehörde mehr Sicherheit für den Radverkehr. Es ist nach den Strecken Am Schlump und der Max-Brauer-Allee bereits der dritte Pop-up-Radweg in Hamburg.

Tjarks: Mehr Sicherheit und Komfort für Radfahrende

Verkehrssenator Anjes Tjarks auf dem Pop-up-Radweg in der Hamburger Hafencity. © Behörde für Verkehr und Mobilitätswende
Verkehrssenator Tjarks testete den neuen Pop-up-Radweg in der Hafencity.

Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) sagte: "Durch die neue Pop-up-Bikelane erhöhen wir zu vergleichsweise geringen Kosten nicht nur die Sicherheit und den Komfort für Radfahrende maßgeblich, sondern schaffen auch eine gute Verbindung zwischen Innenstadt, Hafencity und Hamburger Südosten - für Pendler, Fahrradlieferdienste, Ausflügler und Alltagsradler gleichermaßen."

Kirsten Pfaue, Koordinatorin für die Mobilitätswende erklärte: "Der nördliche Abschnitt der Hafencity vor der Kulisse der historischen Speicherstadt ist einer der schönsten Orte Hamburgs." Viele Radfahrerinnen und Radfahrer seien schon jetzt täglich zwischen Niederbaumbrücke und Oberbaumbrücke unterwegs - und das, obwohl die Radverkehrsinfrastruktur bislang nur unzureichend vorhanden sei. "Mit der neuen Pop-up-Bikelane ändert sich das. Sie bietet ausreichend Platz, um sich sicher und bequem zwischen Innenstadt, Hafencity und Hamburgs Osten zu bewegen", so Pfaue weiter.

Verkehrsstudie soll Auswirkungen analysieren

Der Pop-up-Radweg wird zunächst als Verkehrsversuch mit einer Dauer von einem Jahr errichtet. Eine parallel laufende Evaluation soll Aufschluss über die Auswirkungen auf das Verkehrsgeschehen geben. Die Baukosten belaufen sich nach Angaben der Verkehrsbehörde auf insgesamt rund 182.000 Euro.

Weitere Informationen
Offizieller Pop-up-Radweg an der Max-Brauer-Allee. © NDR Foto: Petra Volquardsen

Neuer Pop-up-Radweg in der Max-Brauer-Allee

Mehr Platz für Radfahrer: In Altona gibt es den zweiten offiziellen Pop-up-Radweg Hamburgs. (15.11.2020) mehr

Radfahrer fahren während einer Pop-up Radwegaktion des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) auf einer zeitlich begrenzt für sie reservierten Spur der Reeperbahn. © picture alliance / dpa Foto: Markus Scholz

Petition für mehr Pop-up-Radwege in Hamburg übergeben

13.065 Menschen haben die Petition "Pop-up-Radwege in Hamburg jetzt!" unterschrieben. Sie wurde auf der Reeperbahn übergeben. (24.10.2020) mehr

Ein temporärer Pop-Up Radweg in Berlin © picture-alliance Foto: Jörg Carstensen/ dpa

FAQ: Was sind eigentlich Pop-up-Radwege?

In Corona-Zeiten setzen einige Städte auf Pop-up-Radwege. Die temporären Radwege dienen aber auch als Testballon in der Verkehrspolitik. Die wichtigsten Fragen und Antworten. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 28.03.2021 | 13:40 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

Menschen spazieren am Hamburger Jungfernstieg © dpa-Bildfunk Foto: Daniel Reinhardt

"Bundes-Notbremse": Hamburg im Zweifel strenger

Keine Lockerungen durch die "Bundes-Notbremse" in Hamburg. Für Jogger und Spaziergänger wird es sogar strenger. mehr