Stand: 07.09.2017 08:32 Uhr

Nach Facebook-Post: Linke gibt Listenplatz auf

Etwas mehr als zwei Wochen vor der Bundestagswahl verzichtet die Linken-Kandidatin Sarah Rambatz auf ihren Listenplatz in Hamburg. Grund ist ein Facebook-Eintrag der 24-Jährigen, der für Wirbel sorgt.

Empfehlungen für "antideutsche Filme" gesucht

Bild vergrößern
Dieser Facebook-Post von Sarah Rambatz sorgte für Empörung in den sozialen Medien.

Rambatz hatte in einer nicht-öffentlichen Facebook-Gruppe um Empfehlungen für "antideutsche Filme" gebeten - am besten solche, in denen Deutsche sterben. Seitdem gibt es in den sozialen Medien eine Welle der Empörung. Die Hamburger Linke ging auf Distanz zu ihr: Spitzenkandidat Fabio de Masi sagte NDR 90,3, er bekomme "das kalte Kotzen" - das sei keine linke Position. Aber es sei auch ein absoluter Einzelfall.

Rambatz hat inzwischen gepostet, das Ganze sei eine dumme und unbedachte Aktion gewesen. Sie habe den Eintrag bewusst überspitzt formuliert, akzeptiere aber, dass viele eine andere Lesart darin sehen. Wahlkampf wolle sie nicht mehr machen. Gleichzeitig machte sie Hass-Kommentare öffentlich, in denen zu ihrer Ermordung aufgerufen wird.

Auf Platz fünf der Landesliste

Rambatz steht auf der Landesliste der Hamburger Linken auf Platz fünf. Chancen auf einen Einzug in den Bundestag hätte sie damit auch vor ihrer Äußerung nicht gehabt. Sie ist aber auch Sprecherin der Linksjugend. Und die fällt in Hamburg öfter mit Facebook-Einträgen auf, die der eigenen Partei überhaupt nicht gefallen. Aktuell postet sie ein Foto, auf denen Vertreter der Linksjugend eine rote Flagge der verbotenen KPD mit Hammer und Sichel schwenken.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 06.09.2017 | 22:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

01:42

Farbanschlag auf Gebäude der Staatsanwaltschaft

19.11.2017 19:30 Uhr
Hamburg Journal
04:34

Fegebank zu den Sondierungsgesprächen in Berlin

19.11.2017 19:30 Uhr
Hamburg Journal
00:44

Hamburger Fischmarkt unter Wasser

19.11.2017 19:30 Uhr
NDR Fernsehen