Moorburg: Pläne für einen "Klima- und Energiehafen"

Stand: 23.11.2021 15:09 Uhr

Der Hamburger Stadtteil Moorburg soll belebt werden und zum neuen Zentrum im Kampf gegen den Klimawandel wachsen. So will es die Hamburger Handelskammer durchsetzen. Sie hat am Dienstag den Entwurf für einen “Klima- und Energiehafen” vorgestellt.

Es geht um die brachliegenden Flächen zwischen der A7 und der Elbe. Sie müssten schnellstmöglich genutzt werden, fordert die Kammer. Sie stellt sich ein Zentrum für klimafreundliche Technologien vor. Zum Beispiel für Unternehmen, die an CO2-neutralen Kraftstoffen und Brennstoffzellen arbeiten. Sie sieht das Potenzial für 6.000 Jobs auf der mehr als 150 Hektar großen Fläche. Der alte Dorfkern des Stadtteils soll erhalten bleiben.

700 Menschen leben in Moorburg - "Viel Leerstand"

Nach Angaben der Initiative "Runder Tisch Moorburg" unterstützt ein Großteil der 700 Einwohnerinnen und Einwohner die Pläne. Die Menschen lebten dort seit den 80er-Jahren in der Erwartung, dass ihr Gebiet irgendwann mal für die Hafenerweiterung genutzt werde, sagte Mia-Lisa Schlaich von der Initiative. Dabei gebe es so viel mehr Potenzial: "Wir haben viel Leerstand hier, da muss was passieren. In einer Großstadt wie Hamburg müsste eigentlich der Wohnraum der hier sein könnte, genutzt werden."

Der Vorschlag passt zu den Plänen der Stadt, im ehemaligen Kohlekraftwerk Moorburg grünen Wasserstoff zu produzieren.

Was ist "grüner Wasserstoff"?

Wasserstoff ist keine Energiequelle wie Erdöl, Wind oder Sonnenenergie, sondern ein Energiespeicher. Von Natur aus kommt Wasserstoff nur in gebundener Form vor, etwa in Wasser oder Erdgas. Um das farblose chemische Element aus dieser Bindung abzuspalten, ist Energie notwendig. Für umweltfreundlichen "grünen Wasserstoff" werden erneuerbare Energien wie Solar­ oder Wind-Energie verwendet, um Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten (Elektrolyse).

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 23.11.2021 | 17:00 Uhr

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