Stand: 07.02.2019 06:11 Uhr

Max-Brauer-Allee: Sanierung wird verschoben

Die Hamburger Verkehrsbehörde hat erste Ergebnisse der neuen Baustellen-Koordination vorgestellt. Wie NDR 90,3 am Donnerstag berichtete, wird die Sanierung der Max-Brauer-Allee in Altona um zwei Jahre verschoben.

Die Max-Brauer-Allee, in der das bundesweit erste Diesel-Fahrverbot gilt, sollte eigentlich im Frühjahr umgebaut werden. Vorgesehen waren Radspuren und neue Busbuchten. Daraus wird vorerst nichts. In der Umgebung liegen laut Verkehrsbehörde zu viele andere Baustellen. Der Umbau werde daher erst zwei Jahre später umgesetzt. Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof (SPD) sagte: "Das tut mir ein bisschen Leid für die Anwohner, die sich ja gefreut haben, dass wir hier Verbesserungen durchführen. Aber unter dem Gesichtspunkt der Baustellen-Koordinierung muss diese Maßnahme jetzt leider zurücktreten."

Lessingtunnel wird wieder gesperrt

Die Erneuerung der S-Bahn-Überbauten am Lessingtunnel konnte den Angaben zufolge nicht, wie ursprünglich von der Deutschen Bahn geplant, vollständig in den Sommerferien 2017 umgesetzt werden. Deshalb muss in diesem Jahr der Lessingtunnel erneut von Mitte Mai bis Ende November voll für den Verkehr gesperrt werden und die Max-Brauer-Allee als Umleitungsstrecke zur Verfügung stehen. Vom 27. Juni bis zum 8. August wird die Max-Brauer-Allee zusätzlich für den Schienenersatzverkehr der S-Bahn durch Busse (Holstenstraße bis Othmarschen) und vor allem für die Busanfahrt am Bahnhof Altona benötigt. Auch die Harkortstraße wird umgebaut und zeitweise gesperrt, um die Neue Mitte Altona zu erschließen. Vor dem Hintergrund dieser Maßnahmen kann die Max-Brauer-Allee laut Verkehrsbehörde wohl erst 2021 in Angriff genommen werden.

Auf die zu hohen Stickoxid-Werte in der Max-Brauer Allee habe die Verschiebung keine negativen Auswirkungen, so Rieckhof: "Für die Luftqualität ist das erstmal nicht relevant. Wichtig ist, dass Busse, Pkw und Lkw durchfahren, die saubere Motoren haben. Daran wird ja auch gearbeitet."

Behörden-Nummer 115 für Baustellen-Infos und Beschwerden

Die Baustellen-Koordinierung bringt noch eine Neuigkeit: Ab Mai können Auto- und Radfahrer über die Behörden-Telefonnummer 115 Baustellen erfragen oder sich über sie beschweren.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 07.02.2019 | 06:00 Uhr

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