Mehrere Personen haben sich am Jungfernstieg in Hamburger zu einer Demonstration versammelt.  Foto: Ingmar Schmidt

Kritiker der Corona-Maßnahmen demonstrieren an der Alster

Stand: 11.11.2020 17:03 Uhr

Etwa 650 Kritikerinnen und Kritiker der Corona-Maßnahmen haben am Mittwochnachmittag auf dem Hamburger Jungfernstieg demonstriert. Dabei verhängte die Polizei in vielen Fällen Bußgelder, weil viele keinen Mund-Nasen-Schutz trugen.

Auch die Mindestabstände wurden nicht eingehalten. Die Polizei, die mit zahlreichen Beamten und einem Wasserwerfer vor Ort war, um Szenen wie in Leipzig zu verhindern, forderte die Menschen immer wieder dazu auf, ihren Mund-Nasenschutz zu tragen. Andernfalls werde man die Kundgebung auflösen.

Hitzige Diskussionen mit den Teilnehmenden

Eine Person spricht am Jungerfernstieg in Hamburger mit einer Einsatzkraft der Polizei.  Foto: Ingmar Schmidt
Die Polizei sprach Teilnehmende ohne Maske immer wieder an.

Anschließend gingen Polizisten durch die Menge und nahmen die Personalien derjenigen auf, die weiterhin ohne Mundschutz dastanden. Die Polizei wies darauf hin, dass dafür 150 Euro Bußgeld fällig würden. Dann kam es immer wieder zu hitzigen Diskussionen und lautstarken Protesten der Umstehenden mit den Beamten. Insgesamt schloss die Polizei 46 Personen ohne Mund-Nasen-Bedeckung von der Demo aus.

Zu der Kundgebung aufgerufen hatte der bekennende Corona-Leugner Samuel Eckert, der in einem schwarzen Reisebus auf "Coronainfo-Tour" durch verschiedene Städte fährt und Proteste organisiert.

Zum Ende lief die Nationalhymne

Zum Abschluss erklang aus dem Lautsprecherwagen die Nationalhymne, gegen 16 Uhr wurde die Kundgebung ohne größere Zwischenfälle für beendet erklärt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 11.11.2020 | 17:00 Uhr

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