Stand: 26.08.2020 19:46 Uhr

Kampf gegen Kündigungen durch Friseurkette Klier

Der Streit zwischen der Friseurkette Klier und ihren Betriebsrätinnen geht vor dem Hamburger Arbeitsgericht weiter. Das Unternehmen wirft den sechs Mitarbeiterinnen vor, Arbeitszeiten falsch abgerechnet zu haben.

Es geht um die Zeit, in der die Betriebsrätinnen zum Beispiel gemeinsame Sitzungen durchgeführt und diese bei ihrem Arbeitgeber angegeben haben. “Man wirft mir vor, dass ich mir Freizeit erschwindelt habe”, so drückt es eine der Betroffenen, Heike Henning, aus. Die Frauen aus verschiedenen Friseurfilialen in Hamburg und Schleswig-Holstein vermuten aber, dass Klier sie schlichtweg loswerden wolle, eben weil sie sich als Betriebsrätinnen engagieren.

Das hat das Unternehmen mit rund 10.000 Mitarbeitern abgestritten. Für die Gewerkschaft ver.di steht fest, dass der Arbeitgeber die Mitbestimmung durch Betriebsräte erschweren will. In bislang vier von sechs Fällen gab das Hamburger Arbeitsgericht den Frauen Recht und wies die Kündigungen vorerst zurück. Die genaue Erfassung von Arbeitszeit, die für den Betriebsrat aufgewendet wird, ist demnach schwierig. Die anderen Entscheidungen stehen noch aus. Klier kann außerdem auch noch in Berufung gehen.

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 26.08.2020 | 19:30 Uhr

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