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Initiativen verlangen Verkaufsverbot für Stadt-Grundstücke

Stand: 19.10.2020 19:27 Uhr

Hamburg soll keine städtischen Flächen mehr verkaufen und mehr preisgünstige Wohnungen bauen. Mehrere Volksinitiativen haben am Montag die entsprechenden Unterschriftenlisten an den Senat übergeben.

Insgesamt haben mehr als 14.000 Hamburgerinnen und Hamburger unterschrieben - weit mehr als notwendig sind. Eine Volksinitiative ist dann erfolgreich, wenn mindestens 10.000 Unterschriften vorliegen. Ist dies der Fall, muss sich die Bürgerschaft mit dem Anliegen befassen. Gesammelt hatten die Initiativen "Boden und Wohnungen behalten. Hamburg sozial gestalten" und "Neubaumieten auf städtischen Grund. Für immer günstig" zusammengetan.

Sie wollen unter anderem erreichen, dass städtische Grundstücke grundsätzlich nur noch im Rahmen des Erbbaurechts vergeben werden. Außerdem soll der Bau preisgünstiger Wohnungen angekurbelt werden. Initiator Gilbert Siegler betonte, dass es nicht sein kann, dass immer mehr Menschen die Hälfte ihres Haushaltseinkommens nur für die Miete aufwenden müssten.

Unterstützt werden die Volksinitiativen auch vom Mieterverein zu Hamburg und "Mieter helfen Mietern".

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 19.10.2020 | 18:00 Uhr

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