Stand: 19.09.2018 17:58 Uhr

Hamburger Oskar für Inklusion verliehen

Vier Hamburger Projekte zur Inklusion behinderter Menschen haben in diesem Jahr den Senator-Neumann-Preis erhalten. Den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis überreichten Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) und Ingrid Körner, Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen, am Mittwoch im Rathaus an das Bildungshaus Lurup. Das Bildungshaus Lurup sei das beste Beispiel für täglich gelebte Inklusion, urteilte die Jury. Zum Beispiel kochen dort Kinder einmal in der Woche für Senioren einen Mittagstisch. Herkunft, Alter und Behinderung spielten in der Einrichtung keine Rolle.

Menschen begegnen sich auf Augenhöhe

Genau darum geht es beim Senator-Neumann-Preis: Es werden Projekte ausgezeichnet, bei denen sich Menschen auf Augenhöhe begegnen, Inklusion also etwas Selbstverständliches wird. Das leistet aus Sicht der Jury auch die Kulturfabrik Kampnagel, die ebenfalls einen Preis bekam. Ausgezeichnet wurde auch eine neue App, bei der Kinder spielerisch die Gebärdensprache lernen können. Den mit 2.000 Euro dotierten Nachwuchspreis erhielt die Studenteninitiative "MeineStadt", bei Rollstuhlfahrer Stadttouren entwickeln und anbieten. Auch die Teilnehmer sitzen im Rollstuhl - ob sie ihn brauchen oder nicht.

Senator-Neumann-Preis 1973 gestiftet

Der Hamburger Senat hatte den Senator-Neumann-Preis 1973 gestiftet. Namensgeber der Auszeichnung ist der frühere Hamburger Senator Paul Neumann, der zur Zeit der Weimarer Republik in Hamburg für die Wohlfahrt zuständig war. In diesem Jahr gab es 93 Bewerbungen aus unterschiedlichen Lebensbereichen. Der Preis wurde in diesem Jahr zum Start der Veranstaltungsreihe "Zeit für Inklusion" verliehen. Die Aktion dauert rund elf Wochen und am Mittwoch wurde am Rathaus die Inklusionsfahne gehisst.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 19.09.2018 | 18:00 Uhr

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