Stand: 26.08.2019 18:18 Uhr

Hamburg: Bündnis gegen Wohnungsnot startet

Bild vergrößern
Das Bündnis #einfachwohnen startete mit einem Sofa-Talk am Jungfernstieg seine Kampagne.

Rund 12.000 Menschen haben im vergangenen Jahr trotz eines Dringlichkeitsscheins keine Wohnung in Hamburg bekommen. Deshalb startete am Montag die Kampagne #einfachwohnen mit einem Sofa-Talk am Jungfernstieg. Dahinter steckt ein Bündnis aus Diakonie, Caritas, dem Verein "Mieter helfen Mietern" sowie der Initiative "Stattbau". Dessen Sprecher ist Diakonie-Chef Dirk Ahrens. "Menschen mit Behinderungen, alleinerziehende Mütter, ehemalige Strafgefangene und junge Erwachsene aus dem Betreuten Wohnen haben derzeit in Hamburg kaum Chancen auf eine bezahlbare Wohnung", kritisiert Ahrens.

Eine Aktion der Kampagne "Einfach Wohnen": Wohnzimmereinrichtung wird an der Reesendammbrücke aufgestellt

Kampagne soll Wohnungsnot bekämpfen

Hamburg Journal -

Auch mit Dringlichkeitsschein finden viele Menschen keine Wohnung, vor allem Haftentlassene, Alleinerziehende oder Obdachlose. Die Kampagne "Einfach Wohnen" macht darauf aufmerksam.

4,75 bei 8 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Versorgungslücke innerhalb von fünf Jahren halbieren

Das Bündnis hat sich zum Ziel gesetzt, bis zur Bürgerschaftswahl im Februar 2020 das Thema mit Aktionen und Diskussionen in die Öffentlichkeit zu bringen. Ziel müsse es sein, die Versorgungslücke innerhalb von fünf Jahren auf die Hälfte zu reduzieren, hieß es. Anfang 2020 ist eine große Demo gegen Wohnungsnot geplant.

In Hamburg werde derzeit zwar viel gebaut, sagt Ahrens, "aber was gebaut wird, ist das Falsche". Hätten 2015 rund 8.000 Haushalte mit Dringlichkeitsschein auf eine Wohnung gewartet, so seien es Ende 2018 knapp 12.000 gewesen. Es handele sich hier nicht um Einzelfälle, so Ahrens, sondern um ein "Massenphänomen". Es müssten mehr Sozialwohnungen gebaut und mehr bestehende Wohnungen für Notfälle zur Verfügung gestellt werden.

Weitere Informationen

Schutz vor Mieter-Verdrängung in Altona-Nord

Hamburg will etwas gegen steigende Mieten in Altona-Nord tun. Eine soziale Erhaltungsverordnung tritt am Mittwoch in Kraft. Es ist das zwölfte Stadtgebiet, das so geschützt wird. (18.06.2019) mehr

"MietenMove": Demo für bezahlbare Mieten

Mehr als 100 Initiativen rufen für Sonnabend zum "MietenMove" in Hamburg auf, um für bezahlbaren Wohnraum zu demonstrieren. Vor dem Rathaus wurde schon mal symbolisch ein Miethai versenkt. (02.05.2019) mehr

Jeder dritte Mieter sorgt sich ums Wohnen

Jeder dritte Hamburger Mieter fürchtet, sich seine Wohnung bald nicht mehr leisten zu können. Das ergab eine Umfrage von Infratest dimap im Auftrag von NDR 90,3 und dem Hamburg Journal. (04.03.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 26.08.2019 | 19:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

02:25
Hamburg Journal
02:47
Hamburg Journal
02:38
Hamburg Journal