Hafencity: Geplantes Öko-Wohnhochhaus lässt sich recyceln

Stand: 17.10.2020 14:29 Uhr

In Hamburgs Hafencity entsteht erneut ein deutschlandweit einmaliges Gebäude. Das Wohnhochhaus "Moringa" besteht teils aus wiederverwertem Baumaterial und kann bei Abriss komplett recycelt werden.

Ein neuer Begriff gewinnt beim Bauen große Bedeutung: "Cradle to Cradle" - von der Wiege zur Wiege. Das heißt, dass Gebäude wiederverwertbar sind. Allein die weltweite Zementproduktion erzeugt mehr CO2 als der gesamte Flugverkehr.

Bauherr: Mehr Pflanzen als auf einer Grünfläche

Ein geplantes Wohnhaus im Baakenhafen soll nicht nur grün sein sondern auch grün aussehen, sagte Bauherr Vanja Schneider: "Im Falle des Projekts führen wir dem Grundstück sogar mehr Grün zu, als wir es theoretisch wegnehmen würden, wenn es ein Grüngebiet wäre, indem wir die Fassage begrünen und das Dach begrünen."

Hafencity bezuschusst das Innovationsprojekt

Das hat seinen Preis: 200 Wohnungen kosten mehr als 20 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter. Die Baukosten liegen bis zu 30 Prozent höher. Die städtische Hafencity bezuschusst das Haus "Moringa" deshalb, sagte Hafencity-Chef Jürgen Bruns-Berentelg: "Wir haben den Grundstückspreis mit Zustimmung der Kommission für Bodenordnung so gemindert, dass ein solches Innovationsprojekt zustande kommt." Für ihn ist klar: Wiederverwertbare Gebäude werden zum Standard.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 16.10.2020 | 15:00 Uhr

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