Stand: 17.09.2018 16:09 Uhr

Günstig bauen: SAGA präsentiert Systemhäuser

Mit einem symbolischen Spatenstich hat die städtische Wohnungsgesellschaft SAGA am Montag im Hamburger Stadtteil Farmsen ihr neues Systemhaus-Konzept vorgestellt. Ziel ist es, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Kernpunkt sind standardisierte Bautypen, die schnelleres und kosteneffizientes Bauen ermöglichen sollen. So hat die SAGA für 40 verschiedene Systemhäuser im Geschosswohnungsbau und für 17 Reihenhausvarianten sogenannte Typengenehmigungen erhalten. Diese können als Sozialwohnungen oder auch im frei finanzierten sogenannten 8-Euro-Haus-Segment realisiert werden.

Pilotprojekt in Farmsen

Das Pilotprojekt in der August-Krogmann-Straße umfasst 148 Wohnungen in vier Gebäuden mit einer anfänglichen Netto-Kaltmiete von 6,50 Euro. Weitere Projekte mit insgesamt 1.500 neuen Wohnungen in Lurup, Fuhlsbüttel, Wandsbek und Hamm sind bereits in Planung.

"Neue Konzepte für bezahlbaren Wohnraum"

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In der August-Krogmann-Straße in Farmsen entsteht ein neues Quartier mit Systemhäusern der SAGA.

"Die SAGA ist bundesweit das erste Unternehmen, das mit Typengenehmigungen für bewohnbaren Hochbau operieren kann", sagte Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD). "Zunehmend sorgen sich auch Menschen mit mittleren Einkommen darum, ob sie sich in Zukunft noch das Wohnen in der Stadt leisten können", so Stapelfeldt. Deshalb sei sie froh, "dass wir in Hamburg mit neuen Konzepten und Initiativen weiter zur Sicherung des bezahlbaren Wohnraums beitragen können."

Verschiedene Varianten möglich

Mit den Typengenehmigungen könne die SAGA das Systemhaus "variabel im Hinblick auf die städtebauliche Figur und die Fassaden einsetzen", sagte Vorstandssprecher Thomas Krebs. Die SAGA will damit Monotonie verhindern. Krebs: "Der Kern der Häuser ist immer gleich. Wir variieren aber bei den Dächern und den Fassaden, da gibt es etwa Klinkerriemchen oder Putzfassaden." Unterschiedlich fallen auch die Erdgeschosse aus - mal kann eine Kita dort untergebracht werden, mal ein Laden.

Bis zu 20 Prozent günstiger

Mit dem Baukasten-System will die SAGA 15 bis 20 Prozent billiger bauen. Und die Baugenehmigungen kommen schneller. Stapelfeldt sagte, wenn die Typengenehmigung einmal erteilt wurde, gelte sie für dieses Haus für alle Bezirke. Das bedeute, kein Bezirk fange noch einmal an, das Haus statisch durchzuprüfen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.09.2018 | 16:00 Uhr

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