Angeklagte und Juristen stehen in einem Geldwäsche-Prozess im Gerichtssaal des Hamburger Landgerichts. © NDR Foto: Elke Spanner

Geldwäsche nach Drogengeschäften: Familie verurteilt

Stand: 01.12.2021 13:14 Uhr

Vater, Mutter, Sohn und fünf weitere Angeklagte: Das Hamburger Landgericht hat am Mittwoch eine Geldwäscherbande zu Haftstrafen von bis zu sieben Jahren verurteilt. Sie soll Drogengeld von Hamburg ins Ausland geschmuggelt haben.

Sitz der Geldwäscherbande war der Hamburger Stadtteil Poppenbüttel. Dort betrieb die vierköpfige Familie einen Goldhandel und ein Pfandleihhaus. In dem Geschäft ging so viel Geld über den Tresen, dass es mehrere Geldzählmaschinen gab. Die kamen allerdings nicht vom Handel mit Gold, sondern mit Drogen.

Geld im doppelten Bodes eines Koffers

Die Familie wusch das Drogengeld für ein internationales Netzwerk. Wenn Drogenhändler beispielsweise aus Berlin einen Stapel Scheine brachten, packte der Sohn diese in einen Koffer mit doppeltem Boden, rief einen seiner Kuriere an und schickte diesen los nach Barcelona oder Dublin. Der geständige 43-Jährige kommt für sieben Jahre in Haft, seine 71-jährige Mutter für fast fünf Jahre, der Vater für knapp vier.

Acht Millionen Euro gewaschen

Die Polizei hatte die Telefone der Familie überwacht und dabei Gespräche mitverfolgt, bei denen es um die Geldtransporte ging. Acht Millionen Euro wurden nach Überzeugung des Gerichts in dem kleinen Laden gewaschen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 01.12.2021 | 13:00 Uhr

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