Stand: 17.07.2019 07:54 Uhr

Fahrdienst-Vermittler Uber startet in Hamburg

Die mobilen Möglichkeiten in Hamburg wachsen weiter: Nach CleverShuttle und Moia geht mit Uber ein weiterer Fahrdienst in der Hansestadt an den Start. Seit dem Morgen können über die Uber-App Fahrten gebucht werden. Hamburg ist nach Angaben von Uber neben Berlin, München, Düsseldorf, Frankfurt am Main und Köln die sechste Stadt in Deutschland, in der die Dienstleistungen angeboten werden.

Hierfür arbeite der Vermittler mit Mietwagenfirmen und Taxi-Betreibern zusammen, berichtete ein Sprecher. Ein Grund für den Start ist die Nachfrage: 2018 hätten mehr als 240.000 Menschen in Hamburg versucht, über die App Fahrten in der Hansestadt zu buchen.

Man bucht Mietwagen mit Chauffeur

Bucht ein Kunde das Angebot UberX, werde er von Fahrern transportiert, die für Mietwagenfirmen arbeiteten und über einen Personenbeförderungsschein verfügten, erläuterte der Sprecher. Gebucht wird vor Fahrtbeginn zum Festpreis. Er liege rund 10 bis 15 Prozent unter den Taxi-Tarifen. Der niedrigere Preis sei durch eine höhere Auslastung der Fahrzeuge begründet, erläuterte der Sprecher. Sie liege bei über 50 Prozent. Zusätzlich wird über die App auch UberTaxi angeboten, bei dem dann reguläre Taxis vermittelt werden. Das bietet auch das Hamburger Unternehmen FreeNow an, früher MyTaxi.

Wie viele Fahrzeuge für Uber in Hamburg im Einsatz sind, ließ der Sprecher offen. Nicht die absolute Zahl sei wichtig, sondern die schnelle Verfügbarkeit der Autos. Die durchschnittliche Wartezeit in Berlin auf ein Uber-Fahrzeug liege bei unter fünf Minuten. "Ein dichtes Netz aus ÖPNV, Ridesharing-Angeboten wie Uber, Bikesharing sowie Taxis wird die Menschen davon überzeugen, dass der eigene Pkw nicht immer das effektivste und umweltfreundlichste Transportmittel ist", sagte der Uber-Deutschland-Chef, Christoph Weigler.

Auch E-Autos können bestellt werden

Die Uber-Fahrzeuge sind nicht besonders gekennzeichnet, erkannt wird das gebuchte Auto am Kennzeichen - und der Fahrer wird mit seinem Foto in der App vorgestellt. Auch E-Autos könnten bestellt werden, auf die wegen geringerer Verfügbarkeit voraussichtlich aber ein paar Minuten länger gewartet werden müsse, sagte der Sprecher. Bezahlt wird bargeldlos mit Kreditkarte oder Paypal.

Vor Jahren war Uber mit seinem Ursprungsmodell in Hamburg gescheitert, weil damals Privatfahrer zum Einsatz kommen sollten. Das wurde gerichtlich untersagt, um das Personenbeförderungsgesetz mit seinen Auflagen für das Gewerbe weiterhin durchzusetzen.

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Hamburg Journal | 17.07.2019 | 19:30 Uhr

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