Stand: 18.08.2020 17:08 Uhr  - NDR 90,3

Entspannung am Wohnungsmarkt dank Homeoffice?

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (l.) und VNW-Chef Andreas Breitner sprechen bei einer Videokonferenz miteinander. © Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.
Tschentscher nahm an einer Videokonferenz des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen teil.

Die Corona-Krise könnte aus Sicht von Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) wegen der hohen Zahl von Beschäftigten im Homeoffice mittel- und langfristig zu einer Entspannung auf dem Gewerbeflächen- und Wohnungsmarkt führen. Das sagte er am Dienstag auf einer Videokonferenz des Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW).

Wohnen außerhalb der Innenstadt attraktiver?

Seine These: Wenn die Beschäftigten weiterhin von zu Hause aus arbeiten oder nur wenige Tage pro Woche ins Büro kommen müssen, gebe es einen geringeren Büroflächenbedarf. Beim Wohnungsmarkt wiederum könnte der Druck auf innerstädtische Lagen nachlassen. Durch die Möglichkeit des mobilen Arbeitens könnten sich mehr Menschen entscheiden, auch außerhalb zu wohnen - wenn sie beispielsweise nur zwei- oder dreimal pro Woche ins Büro fahren müssen. Das könne auch den Verkehr in der Stadt entzerren, so Tschentscher.

Auch der VNW-Verbandspräsident Andreas Breitner hält es für möglich, dass der Megatrend zur Metropole abkühlt. Aber selbst ein abgekühlter Wohnungsbau brauche brennend bezahlbare Grundstücke der Stadt, sagte Breitner.

Weitere Informationen
Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmer, beim Bürgergipfel im Edelfettwerk in Eidelstedt. © NDR Foto: Phlipp Szyza

Rot-grüne Beschlüsse: Kritik von Wohnungsbauern

In teureren Stadtteilen sollen zu 50 Prozent günstige Wohnungen entstehen: Die Einigung von Hamburgs SPD und Grünen zur Stadtentwicklung stoßen auf Kritik der Wohnungsbauer. (22.05.2020) mehr

.

SPD und Grüne wollen mehr bezahlbaren Wohnraum

Bei den Koalitionsgesprächen von SPD und Grünen stand am Mittwoch auch das Thema Wohnraum im Vordergrund. Man wolle den geförderten Wohnungsbau stärken, hieß es. (20.05.2020) mehr

Baustelle mit Kränen in Hamburg

Fast 10.000 neue Wohnungen im vergangenen Jahr fertig

Etwas weniger als im Vorjahr, dennoch der zweitbeste Wert seit Jahrzehnten: In Hamburg sind 2019 fast 10.000 Wohnungen fertiggestellt worden. Die Durchschnittsgröße ist gestiegen. (19.05.2020) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.08.2020 | 17:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

Polizisten patrouillieren auf dem Hamburger Kiez. © picture alliance/rtn - radio tele nord Foto: rtn, frank bründel

Kiez-Kontrollen: Bezirk Mitte will Kontaktlisten überprüfen

Am Wochenende war die Polizei auf dem Hamburger Kiez unterwegs: Die Hälfte der überprüften Lokale hielt sich nicht an alle Corona-Auflagen. Das Bezirksamt lässt auch die Kontaktlisten überprüfen. mehr

Eizellen werden am 12.08.2015 in einer Kinderwunschpraxis von einer Biologin präpariert. © picture-alliance/dpa Foto: Rainer Jensen

Ungewollt kinderlos: Für eine Eizellspende nach Spanien

In Deutschland dürfen sich Frauen für einen Kinderwunsch keine fremden Eizellen einsetzen lassen. Ein Paar, das am Stadtrand von Hamburg lebt, fuhr nach Spanien. Ist diese Praxis noch zeitgemäß? mehr

Demo für sichere Schulradwege in Hamburg. © NDR Foto: Screenshot

Fahrraddemo für mehr Kindersicherheit im Verkehr

"Kidical Mass" heißt eine bundesweite Kundgebung, die für sicherere Radwege demonstriert. In Hamburg fuhren am Sonntag mehr als 200 Kinder und Erwachsene mit. mehr

Autos stehen in der Hamburger Innenstadt nach einer Sperrung der A7 im Stau. © picture alliance/dpa Foto: Markus Scholz

A7-Sperrung: Lange Staus auf Ausweichstrecken

Noch bis Montagmorgen ist die Autobahn 7 in Hamburg inklusive Elbtunnel wegen Bauarbeiten voll gesperrt. Auf den Ausweichstrecken kam es zu langen Wartezeiten, vor allem auf der A1. mehr