Wartende Menschen an einer S-Bahn-Haltestelle in Hamburg.

Ein Drittel weniger Entschädigungen vom HVV ausgezahlt

Stand: 10.02.2021 11:03 Uhr

Die Auszahlungen an verspätete Passagiere gingen um 35 Prozent zurück, ebenso groß war der Rückgang an Fahrgästen im HVV wegen Corona. Ein HVV-Sprecher sagte dazu: Weniger Fahrgäste sorgten für weniger Verzögerungen beim Ein- und Aussteigen. Zudem stünden Busse seltener im Stau. Waren sie doch verspätet, saßen weniger Menschen drin.

Verfahren ist kompliziert

Ole Thorben Buschhüter im Kandidat*innen-Check. © NDR Foto: NDR
SPD-Verkehrsexperte Ole Thorben Buschhüter findet das Entschädigungsverfahren zu kompliziert.

Der HVV entschädigt Fahrgäste bei mehr als 20 Minuten Verspätung: Bei Einzeltickets 50 Prozent des Preises, bei Zeitkarten nur ein Euro. Nur wenige nutzen das aber bisher, weil das Verfahren kompliziert ist. Wenn überhaupt, nehmen laut HVV in erster Linie Zeitkartennutzer die Rückerstattung in Anspruch. So muss man rund 25 Felder ausfüllen und sich das Geld in bar abholen.

"Zeit für ein Update"

Hamburgs SPD-Verkehrsexperte Ole Thorben Buschhüter kritisiert das Verfahren. "Im digitalen Zeitalter muss es möglich sein, dass enttäuschte Fahrgäste unkompliziert die HVV-Garantie in Anspruch nehmen." Zehn Jahre nach Einführung der HVV-Garantie sei es Zeit für ein Update.

Das hatte die Bürgerschaft vor einem Jahr einstimmig beschlossen. Passiert ist bislang aber nichts.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 10.02.2021 | 11:00 Uhr

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