Stand: 09.01.2019 17:30 Uhr

Der A26-Anschluss bis Moorburg kommt wohl

Es geht um den westlichen Abschnitt der A26 auf Hamburger Gebiet - zwischen der niedersächsichen Landesgrenze und der A7 bei Moorburg. Er soll die B73 entlasten.

Fünf Jahre lang lag hatte die Autobahnplanung auf Eis gelegen, jetzt ist der Weg für den Bau der A26 von Moorburg bis zur niedersächsichen Landesgrenze frei: Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) hat sich mit dem Naturschutzbund Hamburg (NABU) geeinigt.

Senator sieht Klage abgewendet

Autofahrer warten darauf, dass das letzte Teilstück der A26 zwischen Hamburg und Stade die chronisch verstopfte B73 entlasten kann. Von Stade bis Jork ist die Autobahn schon fertig, nächstes Jahr auch bis an Hamburgs Landesgrenze. Nun sei zumindest die Planung bis Hamburg-Moorburg fertig, freut sich Westhagemann. "Den Planfeststellungsbeschluss haben wir ja schon. Aber wir liefen trotzdem Gefahr, dass noch eine Klage droht. Die haben wir jetzt ausgeräumt und darüber sind alle Beteiligten natürlich sehr glücklich."

25 Millionen Euro für Biotop?

Der NABU erklärt, die Einigung sei noch nicht unterschrieben, sehe aber einen großen Biotop-Korridor bis zur Alten Süderelbe vor. Angeblich soll der Senat dafür 25 Millionen Euro zahlen. Der Senator sagte NDR 90,3: "Wenn Sie ein Biotop anlegen müssen, dann kostet das halt ein wenig. Aber insgesamt hätte eine Klage bedeutet, dass sich das Gesamtprojekt verzögert, und das wäre erheblich teurer geworden."

Mit dem Baubeginn für die A26 nach Moorburg rechnet Westhagemann Ende des Jahres. Die Autos sollen dann in fünf Jahren rollen.

Beschluss wird Ende Januar ausgelegt

Der Planfeststellungsbeschluss für das letzte Teilstück der A26-West soll Ende Januar öffentlich ausgelegt werden, sagte ein Sprecher der Verkehrsbehörde. Anschließend werde es eine vierwöchige Frist für Klagen gegen den 8,6 Kilometer langen Abschnitt geben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.01.2019 | 14:00 Uhr

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